05 June 2026, 17:47

Mann ketten sich an Magdeburger Dom – Protest gegen Bundesinterventionen vor Landtagswahl

Rotkäppchen in der Zwangsjacke

Mann ketten sich an Magdeburger Dom – Protest gegen Bundesinterventionen vor Landtagswahl

Ein 43-jähriger Mann hat sich aus Protest gegen Bundesinterventionen an das Tor des Magdeburger Doms gekettet. Maik Sawatzke wirft Politikern in Berlin vor, Kriminelle zu sein, die die Finanzmittel für Sachsen-Anhalt kürzen wollten. Seine Aktion fällt in die Zeit vor den Landtagswahlen, bei denen die rechtspopulistische AfD für mehr regionale Eigenständigkeit kämpfen könnte.

Sawatzke, ein professioneller Quizkandidat, hat bereits Preise wie sieben Toaster und vier Bügeleisen gewonnen. Gelegentlich arbeitet er auch als bezahlter Demonstrant – oft für die AfD. Trotz seines politischen Engagements betont er, es gehe ihm bei seinem Protest um Freiheit und nicht um Parteitreue.

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Er fordert mehr Unabhängigkeit für Sachsen-Anhalt, darunter das Recht auf FKK und die Ablehnung von Zwangsehen. Seine Partnerin, Uta Sawatzke, bezeichnet sich selbst als „Hausfrau im besten Sinne“ und trägt pinkfarbene Kurzhaarfrisur. Die beiden teilen zwar den Nachnamen, sind aber nicht verheiratet.

Die Bundesregierung könnte Entscheidungen des Landes mithilfe einer selten angewendeten Klausel im Grundgesetz blockieren. Sawatzke fürchtet, dass diese Befugnis genutzt werden könnte, um Sachsen-Anhalt zu bestrafen, falls die AfD die anstehende Wahl gewinnt. Sein Protest folgt auf einen kürzlichen Einbruch in sein Haus, bei dem ihm Diebe während der Arbeit die Geldbörse stahlen.

Sawatzkes Aktion unterstreicht die Spannungen um die Bundesaufsicht über Sachsen-Anhalt. Ein möglicher AfD-Wahlsieg könnte juristische Auseinandersetzungen um Länderrechte auslösen. Vorerst bleibt er an den Dom gekettet – und fordert mehr lokale Freiheit.

Quelle