Matthias Hundt widerruft Rücktritt trotz laufender Ermittlungen gegen SDC Sachsen
Laila BienMatthias Hundt widerruft Rücktritt trotz laufender Ermittlungen gegen SDC Sachsen
Berlins Staatssekretär für Digitalisierung, Matthias Hundt, zieht seinen Rücktritt zurück
Der Berliner Staatssekretär für Digitalisierung, Matthias Hundt, hat seinen zunächst eingereichten Rücktritt wieder zurückgezogen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund von Ermittlungen gegen die insolvente SDC Sachsen Digital Consulting GmbH, die von der Dresdner Staatsanwaltschaft untersucht wird. Hundt wies jede Schuld von sich und kritisierte die mediale Berichterstattung als spekulativ.
Die Insolvenzverfahren gegen die SDC Sachsen Digital Consulting GmbH wurden am 25. November 2025 eingeleitet. Die Behörden prüfen derzeit, ob das Unternehmen Pflichtbeiträge zur Deutschen Rentenversicherung vorenthalten hat. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt zudem wegen Hundts Verbindung zu dem Unternehmen.
Hundt war zuvor bis Herbst 2024 externer Geschäftsführer der Humboldt Capture Germany GmbH gewesen. Offizielle Stellen bestätigten, dass er für deren finanziellen Zusammenbruch keine Verantwortung trägt. Dennoch hatte der Berliner Senat bereits seine Entlassung vorbereitet und wollte die Entscheidung am Dienstag finalisieren.
Die überraschende Rücknahme seines Rücktritts begründete Hundt mit Frust über seiner Ansicht nach haltlose Vorwürfe. Im Falle einer Entlassung stünde ihm jedoch eine Abfindung in Höhe von etwa 72.000 Euro zu – entsprechend einem halben Jahresgehalt.
Die Ermittlungen gegen die SDC Sachsen Digital Consulting GmbH laufen weiter, wobei Rentenprüfer und Staatsanwälte die Finanzunterlagen auswerten. Hundt bleibt vorerst im Amt, doch das Entlassungsverfahren des Senats könnte noch fortgesetzt werden. Die endgültige Entscheidung wird zeigen, ob er seinen Posten behält oder mit der vereinbarten Abfindung ausscheidet.






