09 June 2026, 06:23

Mehrheit der Deutschen will Beleidigung von Politikern weiterhin bestrafen

Mehrheit der Deutschen lehnt Abschaffung der Beleidigung von Politikern ab

Mehrheit der Deutschen will Beleidigung von Politikern weiterhin bestrafen

Eine neue Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen das Gesetz beibehalten möchte, das die Beleidigung von Politikern unter Strafe stellt. Die Erhebung, die Anfang Juni durchgeführt wurde, offenbart eine breite Unterstützung über die Parteigrenzen hinweg – mit einer Ausnahme: die Anhänger einer rechtsextremen Partei. Die Debatte entzündet sich, während die Christdemokraten auf eine Abschaffung der umstrittenen Regelung drängen.

Die Forsa-Umfrage, die am 4. und 5. Juni unter 1.007 Personen durchgeführt wurde, ergab, dass 58 Prozent der Deutschen gegen eine Abschaffung des Gesetzes sind. Nur 38 Prozent befürworten dessen Streichung. Im Auftrag des Stern-Magazins und von RTL erhoben, spiegeln die Ergebnisse eine klare Spaltung der öffentlichen Meinung wider.

Die Zustimmung variiert je nach Region und politischer Gesinnung. In Westdeutschland sprechen sich 59 Prozent für die Beibehaltung des Gesetzes aus, in Ostdeutschland sind es 52 Prozent. Bei den Parteianhängern zeigen sich SPD und CDU/CSU fast einhellig: 84 Prozent der Sympathisanten beider Lager wollen das Gesetz behalten. Auch die Grünen (72 Prozent) und die Linke (65 Prozent) unterstützen die bestehenden Regelungen deutlich.

Die rechtsextreme AfD bildet hier eine Ausnahme: 60 Prozent ihrer Anhänger fordern die Abschaffung des Gesetzes. Unterdessen hat die CDU vorgeschlagen, den Straftatbestand zu streichen, mit der Begründung, er beschneide die Meinungsfreiheit. Die SPD hingegen hält den Zeitpunkt dieses Vorstoßes für „unpassend“.

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Die Umfrage unterstreicht den weitverbreiteten Widerstand gegen eine Änderung des Gesetzes – trotz der CDU-Kampagne. Da die meisten großen Parteien und Wähler für dessen Beibehaltung sind, würde jeder Versuch, den Straftatbestand abzuschaffen, auf erheblichen Widerstand stoßen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Debatte in den kommenden Monaten weiter kontrovers bleiben wird.

Quelle