Netzausbau stockt: Wie Süddeutschland mit Stromengpässen und erneuerbaren Energien kämpft
Frieder LachmannNetzausbau stockt: Wie Süddeutschland mit Stromengpässen und erneuerbaren Energien kämpft
Vertreter von Netzbetreibern, Kommunen und Behörden trafen sich in Emmendingen, um die Herausforderungen beim Ausbau der Stromnetze zu erörtern. Der Regionalverband Südlicher Oberrhein hatte die Veranstaltung organisiert, an der auch die großen regionalen Netzbetreiber teilnahmen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die wachsende Belastung durch den steigenden Strombedarf und den Ausbau erneuerbarer Energien.
Die Zahl der Wind- und Solarstromanlagen nimmt zwar zu, doch die Netzkapazitäten können nicht mithalten. Einige neue Anlagen können nicht ans Netz angeschlossen werden, und Unternehmen riskieren, den dringend benötigten Netzzugang zu verlieren. Dr. Kai-Achim Klare, Vorsitzender des Regionalverbands, betonte, wie wichtig es sei, Stromerzeugung, Netzinfrastruktur, Speicherung und Verbrauch besser aufeinander abzustimmen.
Zusätzlichen Druck übt der steigende Stromverbrauch durch Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und neue Verbraucher aus. Ein zentrales Thema war der Ausbau großer Batteriespeicher, die nach Angaben der Betreiber die Netze zusätzlich belasten. Immer mehr Städte und Gemeinden verzeichnen zudem vermehrt Anfragen zu Batteriespeicherlösungen.
Als Reaktion darauf kündigte der Regionalrat Freiburg an, Genehmigungsverfahren für Umspannwerke, Transformatorenstationen und Stromleitungen zu beschleunigen und besser zu koordinieren. Das Treffen unterstrich die Dringlichkeit des Netzausbaus. Ohne schnellere Fortschritte werden erneuerbare Energien und die wachsende Nachfrage die Kapazitäten weiterhin überfordern. Mit den neuen Genehmigungsplänen des Regionalrats soll ein Teil dieses Drucks abgemildert werden.
