17 June 2026, 17:43

Neue E-Auto-Förderung: Warum vor allem chinesische Hersteller profitieren

Händler: E-Auto-Subvention mainly goes to China

Neue E-Auto-Förderung: Warum vor allem chinesische Hersteller profitieren

Die deutsche Bundesregierung hat ein neues Förderprogramm für Elektroautos eingeführt. Seit dem 1. Januar 2026 können Käufer je nach Modell und persönlichen Verhältnissen bis zu 6.000 Euro erhalten. Das Gesamtbudget der Initiative beläuft sich auf 3,5 Milliarden Euro.

Umweltminister Carsten Schneider lobte das Programm für seine Wirkung. Burkhard Weller, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), sieht dies jedoch kritisch. Seiner Meinung nach habe die Förderung vor allem bereits geplante Käufe vorgezogen, statt einen echten Umstieg auf Elektrofahrzeuge zu bewirken.

Händler der Weller-Gruppe verzeichneten im Mai einen deutlichen Anstieg der Verkäufe günstiger chinesischer Elektroautos. Allein die Modelle des Herstellers BYD verzeichneten ein Plus von 235 Prozent. Die meisten Käufe lagen im Preissegment zwischen 20.000 und 30.000 Euro, das von chinesischen Marken dominiert wird.

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Deutsche Automobilhersteller sind in dieser Preisklasse bisher nicht vertreten. Volkswagen wird mit dem ID.Polo, dem ersten Modell in diesem Segment, erst im September auf den Markt kommen. Weller schlägt vor, die Förderung auf Gebrauchtwagen auszuweiten, die Ladeinfrastruktur zu verbessern und transparente Preise an Ladestationen einzuführen. Zudem regt er an, Ladestationen wie Mobilfunk-Roaming zu behandeln, mit einem einheitlichen Preis bundesweit.

Bisher profitieren vor allem ausländische Hersteller – insbesondere aus China – von dem Förderprogramm. Ihre Modelle füllen die Lücke im günstigen Elektroauto-Segment. Deutsche Hersteller wollen noch in diesem Jahr mit eigenen preisgünstigen Modellen nachziehen.

Quelle