17 March 2026, 04:24

Neue IHK-Präsidentin will Fachkräftemangel und Infrastruktur in Offenbach bekämpfen

Detailierte alte Karte des Rheinisch-Westfälischen Kohle- und Industriegebiets mit Text oben und unten, zeigt geografische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte.

Neue IHK-Präsidentin will Fachkräftemangel und Infrastruktur in Offenbach bekämpfen

Kirsten Schoder-Steinmüller ist zur neuen Präsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main gewählt worden. Die Bestellung erfolgte auf der IHK-Vollversammlung am 16. April 2024, bei der sie als einzige Kandidatin antrat. Nun übernimmt sie das Amt mit klarem Fokus auf die Bewältigung wirtschaftlicher und arbeitsmarktpolitischer Herausforderungen in der Region.

Schoder-Steinmüller begann ihre Amtszeit mit einem Dank an die Versammlung für das entgegengebrachte Vertrauen. Sie betonte, die IHK mit ihrem unternehmerischen Erfahrungsschatz durch künftige Herausforderungen führen zu wollen. Zu ihren zentralen Zielen gehört es, die Kammer zu einem Ort des Ideenaustauschs, der Diskussion und neuer Netzwerke auszubauen – etwa durch die geplante Initiative "Business Women IHK OF".

Ihre Prioritäten umfassen zudem drängende regionale Themen: So will sie die Mobilität verbessern und die Infrastruktur im Rhein-Main-Gebiet ausbauen. Strategische Projekte in der Metropolregion stehen ebenso auf der Agenda wie Maßnahmen gegen den anhaltenden Fachkräftemangel. Die Stärkung der beruflichen Ausbildung und die Erschließung inländischer Arbeitskraftpotenziale bilden dabei zentrale Säulen ihres Programms.

Bei der Wahl kam es zudem zu personellen Veränderungen im IHK-Vorstand für die Amtszeit 2024–2029: Robert Glaab, Michael Grunwald, Alexander Heberer und Violetta Reimelt wurden in ihren Ämtern bestätigt, während Stephan Schader neu in den Vorstand eintrat.

In den vergangenen fünf Jahren hat die IHK Offenbach am Main ausländische Fachkräfte aktiv unterstützt. Programme wie "Make it in Germany" boten kostenlose Beratung und Visahilfe an. In Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit und lokalen Unternehmen wurden über 500 Qualifizierungsmaßnahmen umgesetzt. Dadurch konnten rund 1.200 internationale Spezialisten – vor allem aus den Bereichen IT, Ingenieurwesen und Gesundheitssektor – in den regionalen Arbeitsmarkt integriert werden.

Mit Schoder-Steinmüllers Präsidentschaft beginnt für die IHK Offenbach am Main eine neue Phase. Geplant sind der Ausbau von Netzwerken, die Verbesserung der Infrastruktur und die Stärkung der heimischen Arbeitskräfte. Gleichzeitig wird die Kammer ihre Bemühungen zur Fachkräfteintegration fortsetzen und das regionale Wirtschaftswachstum fördern.

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