Neuköllner Ehrenamtliche sammeln zu Ostern für die Berliner Tafel
Raphaela HermighausenNeuköllner Ehrenamtliche sammeln zu Ostern für die Berliner Tafel
Freiwillige in Neukölln sammeln für die Berliner Tafel zu Ostern
Eine Gruppe ehrenamtlicher Helfer:innen im Berliner Bezirk Neukölln ruft Kund:innen dazu auf, in diesem Jahr zu Ostern die Berliner Tafel zu unterstützen. Anne, Uschi und Marianne stehen in einem Edeka-Markt vor Ort und sammeln Spenden im Rahmen der jährlichen Aktion "Noch eins drauf!". Die Initiative, die noch bis zum 4. April 2026 läuft, bittet Einkaufende, beim Bezahlen ein zusätzliches Produkt – etwa Kaffee oder Schokolade – mitzunehmen und es dem Team an der Kasse zu überlassen.
Die Berliner Tafel versorgt monatlich rund 94.000 Menschen über 400 soziale Einrichtungen wie Obdachlosenunterkünfte und Suppenküchen. Jeden Monat verteilt die Organisation 660 Tonnen Lebensmittel und liefert 70.000 Mahlzeiten an bedürftige Haushalte. Ein Logistikzentrum und eine Flotte von 25 Kleintransportern sorgen dafür, dass die Hilfsgüter diejenigen erreichen, die sie am dringendsten benötigen.
An der diesjährigen Osteraktion beteiligen sich 15 Filialen von Edeka, Rewe und Kaufland in der ganzen Stadt. Im Edeka-Markt an der Karl-Marx-Straße 101 bringen Anwohner:innen – viele von ihnen mit bescheidenen Einkommen – das bei, was sie entbehren können. Uschi, eine der Freiwilligen, erklärt, dass die Spenden für Menschen, die in Armut leben, einen echten Unterschied machen.
Die 33-jährige Anne engagiert sich jeden freien Donnerstag für die Tafel, während sie den Rest der Woche im Kaufhaus KaDeWe arbeitet. Die Aktion "Noch eins drauf!" zielt darauf ab, die Vorräte der Tafel mit Produkten aufzustocken, die oft knapp sind – etwa mit kleinen Leckereien oder Grundnahrungsmitteln wie Kaffee. Bundesweit gibt es mittlerweile über 970 Tafel-Standorte, die von mehr als 2.000 Ausgabestellen unterstützt werden und jährlich zwischen 1,6 und 2 Millionen Menschen helfen.
Die Spendenaktion läuft noch bis zum 4. April 2026. Berliner:innen können sich beteiligen, indem sie in den teilnehmenden Supermärkten zusätzliche Lebensmittel an der Kasse abgeben – und so direkt die Arbeit der Tafel unterstützen. Das Netzwerk der Lebensmittelhilfe verteilt die gespendeten Waren anschließend an Menschen in der Stadt, die von Ernährungsunsicherheit betroffen sind.






