Offenbach senkt Energieverbrauch um 43 % – doch einige Maßnahmen bleiben
Frieder LachmannOffenbach senkt Energieverbrauch um 43 % – doch einige Maßnahmen bleiben
Offenbach hat im vergangenen Winter seinen Energieverbrauch drastisch reduziert. Die Stadt übertraf ihre Einsparziele, indem sie Heizung, Beleuchtung und Stromverbrauch in öffentlichen Gebäuden drosselte. Viele dieser Maßnahmen werden nun gelockert, einige Beschränkungen bleiben jedoch bestehen.
Im vergangenen Herbst hatte die Stadt Schritte eingeleitet, um den Energieverbrauch zu senken – als Teil umfassender Bemühungen, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Dekorative Außenbeleuchtung wurde abgeschaltet, während Straßenlaternen nachts gedimmt wurden. In städtischen Büros wurde die Heizung auf maximal 19 °C begrenzt, und der Warmwasserverbrauch in kommunalen Liegenschaften wurde reduziert.
Bis Ende Februar führten diese Änderungen in einigen Gebäuden zu einem Rückgang des Wärmeverbrauchs um 43 %. Über alle städtischen und versorgungseigenen Immobilien hinweg sank der Heizbedarf im letzten Quartal 2022 um 35,5 % – und übertraf damit das ursprüngliche Einsparziel von 20 %. Da sich die Maßnahmen als so wirksam erwiesen, können die meisten vorerst ausgesetzt werden.
Allerdings werden nicht alle Beschränkungen aufgehoben: Straßenlaternen bleiben nachts gedimmt, während Wahrzeichen und wichtige Gebäude wieder beleuchtet werden. Die Obergrenze für die Bürotemperatur gilt vorerst weiter. Die Behörden warnten zudem, dass im kommenden Herbst, mit Beginn der nächsten Heizperiode, möglicherweise weitere Energiesparmaßnahmen nötig sein könnten.
Offenbachs Anstrengungen haben bereits zu deutlichen Einsparungen beim Energieverbrauch geführt. Zwar werden viele vorübergehende Maßnahmen nun zurückgenommen, doch einige Begrenzungen bei Heizung und Beleuchtung bleiben bestehen. Die Stadt wird den Verbrauch im Vorfeld des nächsten Winters genau beobachten.






