11 June 2026, 04:19

Offenbach und Frankfurt wollen Cannabis-Legalisierung als Modellregion testen

Offenbach als Cannabis-Modellregion: CDU fürchtet Drogen-Tourismus und sorgt sich um Jugendschutz

Offenbach und Frankfurt wollen Cannabis-Legalisierung als Modellregion testen

Offenbach und Frankfurt planen, eine Modellregion für den legalen Verkauf von Cannabis zu Freizeitzwecken zu werden. Die Initiative wird von Frankfurts Gesundheitsdezernent Stefan Majer und Offenbachs Oberbürgermeisterin Sabine Groß vorangetrieben. Befürworter argumentieren, dass dies Nutzer entkriminalisieren und den Schwarzmarkt eindämmen könnte.

Oberbürgermeisterin Groß sah sich wegen ihrer Handhabung des Projekts Kritik ausgesetzt. Fälschlicherweise behauptete sie, ein Beschluss aus dem Jahr 2021 verpflichte die Stadt, das Vorhaben voranzutreiben. Die CDU forderte sie auf, sich stattdessen auf Themen zu konzentrieren, die für die Offenbacher Bürger relevanter seien.

Gegner warnen vor möglichen Risiken, darunter eine Zunahme von Abhängigkeiten und der Zugang für Minderjährige. Die CDU argumentiert zudem, das Projekt stehe im Widerspruch zu den eigenen Plänen zur städtischen Aufwertung. Hinzu kommen rechtliche Bedenken, da es zu Konflikten mit internationalem und europäischem Recht sowie den UN-Drogenkontrollabkommen kommen könnte.

Kritiker der Grünen werfen der Partei vor, ihre Unterstützung für das Vorhaben sei „klientelistisch“ und vernachlässige den Jugendschutz. Gleichzeitig setzen sich die Bundesvorsitzenden der Grünen für Werbeverbote von ungesunden Lebensmitteln ein – ein deutlicher Kontrast zu den lokalen Cannabis-Plänen.

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Das Projekt könnte die Region zu einem Zentrum für Cannabis-Tourismus machen und Drogenkonsumenten anziehen. Doch die Umsetzung steht vor rechtlichen, ethischen und politischen Hindernissen. Die Debatte zeigt, wie tief die Gräben in der Drogenpolitik und bei der Stadtentwicklung sind.

Quelle