One Billion Rising 2026 in Wiesbaden: Tanzprotest für Frauenrechte am Valentinstag
Frieder LachmannOne Billion Rising 2026 in Wiesbaden: Tanzprotest für Frauenrechte am Valentinstag
One Billion Rising in Wiesbaden findet am 14. Februar 2026 von 12:00 bis 14:00 Uhr am Kranzplatz statt
Ursprünglich in der Nähe des Hauptbahnhofs geplant, wurde die Veranstaltung von den Organisator:innen aus Sicherheitsgründen verlegt – ein Fußballspiel in der Stadt machte den ursprünglichen Standort problematisch. Das diesjährige Motto "Women on Fire – Ni Una Menos" (sinngemäß: "Frauen in Flammen – Nicht eine weniger") unterstreicht den Fokus der Kampagne auf Widerstandsfähigkeit und Solidarität gegen Gewalt.
Die Bewegung One Billion Rising, 2012 von Eve Ensler ins Leben gerufen, startete mit globalen Protesten am 14. Februar 2013. Seitdem hat sie sich zu Tausenden Tanzdemonstrationen in 190 Ländern entwickelt – eine Tradition, die jedes Jahr am Valentinstag mit neuen Schwerpunktthemen fortgeführt wird. Das Motto 2026, "Women on Fire – Ni Una Menos", knüpft an frühere Kampagnen an und verbindet Tanz-Challenges, Videocollagen und öffentliche Diskussionen.
Die Initiative verbindet Kultur, Bildung und städtische Gemeinschaften, stärkt Überlebende von Gewalt und fördert den Dialog über deren Ursachen. Allein in Deutschland beteiligen sich jährlich über 100 Städte – so versammelten sich etwa 2024 in Magdeburg mehr als 200 Menschen. Die globale Reichweite der Bewegung hat dazu beigetragen, das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass weltweit jede dritte Frau Gewalt erlebt – und treibt damit politische Reformen und Präventionsmaßnahmen voran.
Die Wiesbadener Veranstaltung 2026 reiht sich in den weltweiten Aufruf zum Handeln ein und nutzt Tanz als Symbol der Solidarität. Die globale Tanz-Challenge verbreitet sich online, vernetzt Teilnehmende und regt empathische Gespräche über Gewaltprävention an.
Der Protest in Wiesbaden findet nun am Kranzplatz statt und bietet einen sicheren Raum für öffentlichen Austausch. Durch die Teilnahme an der globalen Bewegung wollen die lokalen Organisator:innen das Bewusstsein für patriarchale Gewalt und ihre Folgen stärken. Die Veranstaltung führt eine Tradition des Aktivismus fort, die weltweit Politiken und Gemeinschaftsdialoge geprägt hat.






