Polizei Hessen schlägt mit Großrazzia gegen Messergewalt und Aggression zu
Anton BlochPolizei Hessen schlägt mit Großrazzia gegen Messergewalt und Aggression zu
Großrazzia der Polizei in Hessen gegen Gewalt- und Messerdelikte
Die Polizei in Hessen hat eine großangelegte Aktion zur Bekämpfung von Gewaltkriminalität und messerbezogenen Straftaten durchgeführt. Der vom Landeskriminalamt Hessen (LKA) koordinierte „Sicherheitsaktionstag“ umfasste alle sieben Polizeidirektionen des Bundeslandes. Im Fokus standen die Eindämmung von Aggression im öffentlichen Raum sowie die Prävention von Messerangriffen.
Im Rahmen der Operation wurden mehr als 2.000 Personen kontrolliert. Die Beamten beschlagnahmten 21 Messer und nahmen 37 Personen fest. Weitere 11 Personen wurden aufgrund bestehender Haftbefehle in Gewahrsam genommen.
Die verschärften Kontrollen erfolgen vor dem Hintergrund steigender Gewaltkriminalität in Hessen. Im Jahr 2025 wurden 40.237 Körperverletzungsdelikte registriert – ein Anstieg um 26,7 Prozent seit 2019. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen gewalttätige Straftaten um 5,3 Prozent, während die Straßenkriminalität in öffentlichen Bereichen um 1,9 Prozent zunahm.
Trotz des allgemeinen Anstiegs der Gewalt ging die Zahl der Messerangriffe in öffentlichen Räumen 2025 um 18,8 Prozent zurück. Die Aktion führte zudem zu 258 Strafanzeigen und 400 dokumentierten Ordnungswidrigkeiten.
Der Sicherheitsaktionstag ist Teil der laufenden Bemühungen, die wachsende Gewaltkriminalität in Hessen einzudämmen. Angesichts der steigenden Fallzahlen bei Körperverletzungen und Straftaten im öffentlichen Raum hat die Polizei ihre Streifen und Kontrollen intensiviert. Die Bilanz umfasst Dutzende Festnahmen, Waffenbeschlagnahmungen und Hunderte gemeldete Verstöße.






