Polizeieinsatz nach unangemeldetem Anti-AfD-Protest in Kirchhain
Frieder LachmannUnerwartete Protestaktion gegen AfD-Informationsstand in Kirchhain - Polizeieinsatz nach unangemeldetem Anti-AfD-Protest in Kirchhain
Eine kleine Gruppe von Demonstranten versammelte sich am Montag zu einer nicht angemeldeten Protestaktion an einem Wahlkampfstand der AfD in Kirchhain. Die von den Teilnehmern als 'antifaschistische Aktion' bezeichnete Kundgebung führte zu einem Polizeieinsatz, nachdem sich die Veranstalter weigerten, Anweisungen zur Verlegung des Standorts zu befolgen.
Zwischen 25 und 30 Protestierende hatten sich am frühen Montagmorgen in der Nähe des AfD-Stands in Kirchhain zusammengeschlossen. Die Polizei forderte sie auf, sich in einen ausgewiesenen Bereich in der Nähe zu begeben, doch die Gruppe kam der Aufforderung nicht nach.
Die Beamten griffen daraufhin ein, nahmen zwei Personen vorläufig fest, bevor sich die übrigen Demonstranten ohne weitere Zwischenfälle vom Ort entfernten. Kirchhains Bürgermeister Olaf Hausmann (SPD) erschien vor Ort, doch kein Verantwortlicher meldete sich, um mit den Behörden zu sprechen.
Aufgrund der nicht angemeldeten Versammlung müssen sich die Beteiligten nun auf Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstößen gegen das hessische Versammlungsgesetz einstellen.
Der Protest endete, nachdem die Polizei das Gelände geräumt und zwei Festnahmen vorgenommen hatte. Die Beteiligten müssen nun mit rechtlichen Konsequenzen nach lokalen Vorschriften rechnen. Die Behörden bestätigten, dass es nach der Auflösung der Versammlung zu keinen weiteren Störungen gekommen sei.






