Rammstein-Coverband-Konzert in Halle trotz Todesdrohungen gegen Till Lindemann
Raphaela HermighausenRammstein-Coverband-Konzert in Halle trotz Todesdrohungen gegen Till Lindemann
Ein geplantes Konzert einer Rammstein-Coverband im Club Tante Manfred in Halle hat für Aufsehen gesorgt, nachdem die Location eine feindselige E-Mail erhalten hatte. Die Nachricht, verfasst von einer Gruppe, die sich als "Antifaschistische und Feministische Aktionsallianz Halle/Saale" bezeichnet, fordert die Absage der Veranstaltung und enthält aggressive Drohungen gegen den Club sowie gegen den Frontmann der Band, Till Lindemann.
Trotz des Drucks zeigt sich die Betreiberin des Clubs unbeeindruckt und besteht darauf, dass das Konzert wie geplant am 2. Mai 2026 stattfinden wird.
Die in scharfem Ton verfasste E-Mail wurde direkt an die Clubleitung geschickt. Ohne formelle Anrede begann sie mit einer Reihe pauschaler Vorwürfe gegen Rammstein und Lindemann. Besonders drastisch fiel der Slogan "TÖTET TILL!" aus, begleitet von Andeutungen unbestimmter "Konsequenzen", falls das Konzert stattfinde.
Die Absendergruppe rechtfertigt ihre Forderungen als moralische Pflicht und argumentiert, die Musik der Band sowie Lindemanns öffentliches Auftreten seien mit ihren Werten unvereinbar. Eine Absage der Veranstaltung werde "ohne Diskussion" verlangt.
Clubbetreiber Matthias Golinski hingegen ließ keinen Zweifel daran, dass das Konzert nicht abgesagt wird. Als Begründung nannte er das Prinzip der künstlerischen Freiheit – trotz der Drohungen und des wachsenden öffentlichen Drucks.
Der Streit hat Tante Manfred in den Mittelpunkt einer hitzigen Debatte über Meinungsfreiheit und Aktivismus gerückt. Während der Club weiter am Konzert festhält, hat sich die Gruppe hinter der E-Mail bisher nicht weiter öffentlich geäußert. Die lokalen Behörden haben noch nicht Stellung genommen, ob die in der Nachricht enthaltenen Drohungen rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen werden.






