08 June 2026, 06:19

Rheinmetall verkauft zivile Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Sparte, um sich auf Verteidigung zu konzentrieren

Rheinmetall verkauft zivile Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro an AEQUITA

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat sich mit dem Finanzinvestor AEQUITA auf den Verkauf seiner zivilen Power-Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro geeinigt. Der Deal markiert eine bedeutende Weichenstellung, da sich das Unternehmen künftig stärker auf die militärische Produktion konzentrieren will. Rund 6.250 Mitarbeiter wechseln mit den verkauften Geschäftsbereichen unter die neue Eigentümerschaft.

Die Sparte, zu der bekannte Marken wie Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice gehören, erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von etwa zwei Milliarden Euro. Der Verkauf umfasst den Großteil der zivilen Aktivitäten von Rheinmetall, doch drei deutsche Standorte des Gemeinschaftsunternehmens KS Huayu AluTech bleiben im Konzernverbund. Die Tochtergesellschaft Dermalog SensorTec wird hingegen nicht veräußert, sondern in die Division Weapon and Ammunition (Waffen und Munition) integriert.

Das spanische Werk in Abadiano wird vorerst als hybrider Standort weiterbetrieben, bevor es vollständig auf die Rüstungsproduktion umgestellt wird. Rheinmetall-Chef Armin Papperger bezeichnete die Vereinbarung als „historischen Meilenstein“. Der Deal steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung und finaler Anpassungen. Die Transaktion soll im vierten Quartal 2026 abgeschlossen werden.

AEQUITA übernimmt die etablierten Marken der Sparte und sichert so Kontinuität für Kunden und Belegschaft. Die betreffenden Geschäftsbereiche waren bereits seit dem letzten Quartal 2025 als „eingestellte Aktivitäten“ (discontinued operations) ausgewiesen worden.

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Mit dem Verkauf beschleunigt Rheinmetall seine Neuausrichtung auf die Herstellung von Militärtechnik. Das Unternehmen behält dabei strategisch wichtige Assets, während der Großteil der zivilen Geschäfte an AEQUITA übergeht. Der Schritt ist Teil einer umfassenderen Strategie, um sich auf die Märkte für Verteidigung und Sicherheit zu fokussieren.

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