Sachsen-Anhalt setzt auf Klimaschutz: Beirat fordert Milliardeninvestitionen in grüne Infrastruktur
Raphaela HermighausenSachsen-Anhalt setzt auf Klimaschutz: Beirat fordert Milliardeninvestitionen in grüne Infrastruktur
Der Wissenschaftliche Beirat für Klimaschutz Sachsen-Anhalt hat zentrale Schwerpunkte für künftige Investitionen in der Region skizziert. In einem neu vorgelegten Positionspapier fordert der Beirat gezielte Fördermittel, um Infrastruktur, Innovation und Klimaresilienz zu stärken. Die Empfehlungen zielen darauf ab, den Wandel des Landes hin zu einer modernen, nachhaltigen Wirtschaft zu unterstützen.
Im Mittelpunkt des Positionspapiers steht das Sondervermögen Infrastrukturgesetz (Infra-SVG), das offiziell an Minister Prof. Dr. Armin Willingmann überreicht wurde. Zu den hervorgehobenen Bereichen gehören der Ausbau moderner Energie- und Wärmesysteme, der Aufbau einer leistungsfähigen Wasserstoffwirtschaft sowie die Förderung eines emissionsarmen öffentlichen Verkehrs. Auch klimaresilientes Bauen wurde als zentraler Investitionssektor identifiziert.
Die Vorschläge des Beirats stimmen mit dem Klimaschutz-Fachplan des Landes und den Ergebnissen des Zukunfts- und Klimaschutzkongresses überein. Durch die Verknüpfung von Infrastrukturentwicklung mit Energiesouveränität und Klimazielen sieht der Beirat die Chance, langfristige wirtschaftliche und ökologische Vorteile zu schaffen. Zudem schlägt er vor, die Mittel in widerstandsfähige, leistungsstarke Infrastruktur zu investieren, um Abhängigkeiten zu verringern und die Region zukunftssicher aufzustellen.
Für die kommenden Jahre hat sich der Beirat verpflichtet, die Umsetzung des Sondervermögens weiterhin wissenschaftlich zu begleiten. Seine verlängerte Amtszeit, die am 1. Juli 2026 beginnt, sichert die fortlaufende Expertise bei der Gestaltung der Klimastrategie Sachsen-Anhalts. Das Papier betont, dass diese Investitionen die Versorgungssicherheit erhöhen, die regionale Wertschöpfung stärken und den Übergang zu einer klimafreundlichen Wirtschaft beschleunigen werden.
Die Vorschläge des Beirats geben klare Richtungen für die Infrastruktur- und Klimapolitik Sachsen-Anhalts vor. Bei Umsetzung könnten die Förderschwerpunkte die Energieunabhängigkeit stärken, die Nachhaltigkeit im Verkehrssektor verbessern und die wirtschaftliche Resilienz des Landes festigen. Die nächsten Schritte hängen nun von der Reaktion der Landesregierung und der Mittelvergabe im Rahmen des Infra-SVG ab.






