24 May 2026, 06:38

Salzgitter blockiert Tiny Houses – Stadtrat lehnt bezahlbare Mini-Wohnlösungen ab

Baugenehmigungen für Tiny Houses? So entschied der Rat der Stadt Salzgitter

Salzgitter blockiert Tiny Houses – Stadtrat lehnt bezahlbare Mini-Wohnlösungen ab

Ein Antrag zur Einführung von Tiny Houses in Salzgitter ist vom Stadtrat deutlich abgelehnt worden. Der von der DiBo-Gruppe eingebrachte Vorstoß zielte darauf ab, kleine und bezahlbare Wohnhäuser in die örtlichen Bebauungspläne zu integrieren. Nur zwei Ratsmitglieder stimmten dafür – eine offizielle Begründung für die Entscheidung blieb aus.

Die DiBo-Gruppe, angeführt von den ehemaligen AfD-Politikern Thomas Disselhof und Jörg Bogun, hatte den Antrag gestellt, um Baugenehmigungen für Tiny Houses zu vereinfachen. Ihr Plan umfasste klare Vorschriften für den Bau und die Aufstellung in bestehenden und künftigen Baugebieten.

Die Gruppe argumentierte, dass Tiny Houses die finanzielle Belastung der Stadt verringern könnten, indem sie älteren Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, in kleinere Wohnformen umzuziehen. Durch den Verkauf größerer Immobilien an junge Familien, so ihre These, ließe sich der Bedarf an teuren Senioreneinrichtungen reduzieren. Zudem betonten sie die barrierefreie Gestaltung der Häuser, die sie zu einer praktischen und kostengünstigen Lösung für eine alternde Bevölkerung mache.

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Trotz dieser Argumente lehnte der Rat den Vorschlag mehrheitlich ab. Weder eine Diskussion noch eine Erklärung für die Ablehnung erfolgte während der Sitzung.

Mit der abgelehnten Vorlage bleiben Salzgitters Bebauungspläne unverändert. Tiny Houses werden vorerst nicht in die Wohnungsbaustrategie der Stadt aufgenommen. Die Entscheidung des Rates bedeutet, dass keine neuen Regelungen für ihren Bau oder ihre Nutzung eingeführt werden.

Quelle