Satelliten sollen Deutschlands Funklöcher in abgelegenen Regionen schließen
Raphaela HermighausenSatelliten sollen Deutschlands Funklöcher in abgelegenen Regionen schließen
Deutschlands größte Telekommunikationsunternehmen setzen auf Satelliten, um Lücken in der Mobilfunkabdeckung zu schließen. Mit dem Vorhaben sollen auch abgelegene Regionen zuverlässige Signale erhalten und in Katastrophenfällen Notfallkommunikation ermöglicht werden. Erste Partnerschaften und Tests laufen bereits, um diese Pläne in die Tat umzusetzen.
Vodafone kooperiert mit AST SpaceMobile, um in Deutschland mobilfunkbasierte Satellitendienste anzubieten. Das gemeinsame Projekt soll bestehende Netze ergänzen – insbesondere dort, wo die Bodeninfrastruktur schwach ausgebaut ist.
Auch die Deutsche Telekom geht in diese Richtung: Das Unternehmen arbeitet mit Starlink zusammen, um ab 2028 Mobilfunkempfang in entlegenen Gebieten bereitzustellen.
Unterdessen testet O2 Telefónica gemeinsam mit dem europäischen Unternehmen OQ Technology Satelliteninternet in der Nähe von Waren an der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern. Die Versuche sollen Anfang 2027 starten. OQ Technology, ein von der Europäischen Kommission unterstütztes Unternehmen, plant den Start einer neuen Satellitengeneration, die bidirektionale Kommunikation ermöglicht. Bis Ende 2027 sollen 48 Satelliten im Orbit sein, die alle 30 Minuten Abdeckung gewährleisten. Nutzer könnten mit diesem Dienst Bandbreitengeschwindigkeiten von ein bis zwei Megabit pro Sekunde erreichen.
Die Satellitenverbindungen sind nicht nur für den Alltag gedacht, sondern auch für den Ernstfall. Bei Katastrophen können sie als lebenswichtige Kommunikationsbrücke dienen, wenn herkömmliche Netze ausfallen.
Der Ausbau der satellitengestützten Mobilfunkabdeckung gewinnt in Deutschland an Fahrt. Mit Investitionen von Vodafone, Deutscher Telekom und O2 in die Raumfahrttechnologie könnten abgelegene Regionen bald besser vernetzt sein. Die ersten Dienste sollen in den kommenden Jahren an den Start gehen und sowohl reguläre als auch Notfallkommunikation unterstützen.






