Schülerinitiative scheitert mit Solaranlagen-Projekt an Schuldach der Max-Eyth-Schule
Laila BienSchülerinitiative scheitert mit Solaranlagen-Projekt an Schuldach der Max-Eyth-Schule
Jahrelange Kampagne für Solaranlagen auf dem Dach der Max-Eyth-Schule erleidet Rückschlag
Eine langjährige Initiative von Schülerinnen und Schülern der Max-Eyth-Schule, auf dem Schuldach Solaranlagen installieren zu lassen, hat einen schweren Dämpfer erhalten. Der Schulträger, die Montano Real Estate GmbH, lehnte das Projekt Ende 2025 ab – trotz jahrelangen Engagements der Schüler:innen und wachsender Unterstützung für Solarenergie in der Region. Die Entscheidung sorgt für Frustration, da unabhängige Expert:innen die finanziellen Bedenken des Unternehmens infrage stellen.
Seit 2021 setzen sich die Schüler:innen der Max-Eyth-Schule für die Installation von Solarmodulen auf dem Dach ein. Ihr Vorschlag umfasste rund 700 Panels, die genug Strom erzeugen könnten, um 100 Haushalte oder ein Drittel des jährlichen Schulbedarfs zu decken. Zudem würde das System die CO₂-Emissionen um geschätzte 160 Tonnen pro Jahr reduzieren.
Montano Real Estate, das die Schule 2024 übernommen hatte, blockierte das Vorhaben Ende 2025. Als Begründung führte das Unternehmen rechtliche Hürden, Vorgaben für Dachbegrünungen und Zweifel an der Wirtschaftlichkeit an. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme widersprach jedoch später den Kostenschätzungen von Montano und wies darauf hin, dass großflächige Solaranlagen in der Regel nur 4 bis 8 Cent pro Kilowattstunde kosten.
Die Absage fällt in eine Zeit, in der Solarenergie an Schulen zunehmend an Fahrt aufnimmt. Allein in den vergangenen fünf Jahren hat das Land Hessen über das Programm "Solarschulen Hessen" mehr als 1.000 Solaranlagen-Projekte gefördert. Gleichzeitig hat die Stadt Dreieich mehrere Schulen mit Photovoltaikanlagen ausgestattet – unterstützt durch kommunale und regionale Fördermittel. Trotz dieser Fortschritte bleibt das Projekt an der Max-Eyth-Schule auf Eis.
Die Schüler:innen fordern Montano nun auf, die Entscheidung auf Basis aktualisierter Wirtschaftlichkeitsberechnungen neu zu bewerten. Das Unternehmen deutete eine mögliche Überprüfung an, nannte jedoch keinen Zeitrahmen für eine erneute Prüfung.
Der Streit lässt das Solarprojekt in der Schwebe – zwischen Umweltzielen und finanziellen Prioritäten. Zwar hat Montano eine spätere Neubewertung nicht ausgeschlossen, doch der weitere Weg der Schülerinitiative bleibt ungewiss. Die Entscheidung wird zeigen, ob die Schule künftig zu den Bildungseinrichtungen in der Region zählen wird, die auf erneuerbare Energien setzen.






