Siemens-Aktie rutscht unter 200-Tage-Linie – doch Insider kaufen zu
Siemens-Aktie fällt auf 204,70 Euro – 13 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt
Die Aktie von Siemens ist auf 204,70 Euro gesunken und notiert damit fast 13 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Der Rückgang erfolgt vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen am 13. Mai, in denen die Performance der Sparte Digital Industries im Mittelpunkt stehen und aktuelle Bedenken von Analysten adressiert werden dürften.
Zwei Insider mit Verbindungen zu Nathalie von Siemens, Mitglied des Aufsichtsrats, haben kürzlich jeweils Aktien im Wert von rund 105.000 Euro erworben. Marisol von Siemens und Hadrian Pausch kauften am 26. März über Xetra Siemens-Papiere zu einem durchschnittlichen Kurs von 209,77 Euro. Ihre kombinierten Käufe beliefen sich auf etwa 210.000 Euro – ein Zeichen des Vertrauens trotz der jüngsten Schwächephase der Aktie.
Die Einschätzungen der Analysten zu Siemens gehen indes auseinander. Die Barclays senkte ihr Kursziel von 225 auf 220 Euro; Analyst Vlad Sergievskii bezeichnete die Aktie als überbewertet. Die Bank beließ die Einstufung auf "underweight" und verwies auf operative Herausforderungen, die die anstehenden Zahlen möglicherweise näher beleuchten werden.
Die Deutsche Bank hingegen hält an ihrer "Hold"-Empfehlung mit einem Zielkurs von 245 Euro fest. Das Institut relativierte zudem Befürchtungen im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt und erwartet nur geringe Auswirkungen auf den Auftragseingang im zweiten Quartal.
Anleger werden den Bericht am 13. Mai mit Spannung verfolgen, da er zeigen wird, ob sich die Auftragsentwicklung in der Sparte Digital Industries stabilisiert hat oder weiter nachgibt. Die Quartalszahlen werden entscheidende Einblicke in die operative Verfassung des Konzerns liefern. Während Insiderkäufe auf internes Vertrauen hindeuten und die Analystenmeinungen gespalten sind, könnte der Bericht darüber entscheiden, ob sich die Aktie erholt oder weiter unter Druck gerät. Sowohl die Bedenken von Barclays als auch die vorsichtige Zuversicht der Deutschen Bank werden dann auf den Prüfstand gestellt.






