SPD-Spitzenkandidat Krach will Reiche mit Solidaritätszuschlag stärker besteuern
Raphaela HermighausenSPD-Spitzenkandidat Krach will Reiche mit Solidaritätszuschlag stärker besteuern
Steffen Krach, Spitzenkandidat der SPD in Berlin, hat eine neue Steuer für Spitzenverdiener vorgeschlagen. Er plant die Einführung eines fünfprozentigen Solidaritätszuschlags auf Einkommen über 300.000 Euro für Einzelpersonen und über 500.000 Euro für verheiratete Paare. Die Abgabe soll bis 2030 gelten.
Krach begründet den Vorschlag mit der wachsenden Ungleichheit in Deutschland und verweist auf Studien, die eine zunehmende Zahl extrem vermögender Personen belegen. Die Einnahmen daraus sollen Bildungs- und Familienförderprogramme finanzieren.
Sein Ziel ist es, die Steuer zu Beginn des Reformprozesses einzuführen, um das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen. Gleichzeitig kritisiert er geplante Sparmaßnahmen, die besonders Alleinerziehende, Rentner, pflegende Angehörige, Auszubildende und Studierende hart treffen würden.
Krach betont, es sei die Aufgabe der SPD, diese Kürzungen zu verhindern, und fordert die Partei auf, die schwächsten Bevölkerungsgruppen vor finanziellen Belastungen zu schützen. Der vorgeschlagene Zuschlag soll die Ungleichheit verringern und gleichzeitig wichtige soziale Leistungen finanzieren. Seine Umsetzung hängt jedoch davon ab, ob die SPD den Plan durchsetzen kann. Falls er wie vorgesehen eingeführt wird, läuft die Steuer 2030 aus.






