Spontaner Gebetskreis nach Deutschlands 7:1 – ein seltenes Glaubenszeichen im Fußball
Frieder LachmannSpontaner Gebetskreis nach Deutschlands 7:1 – ein seltenes Glaubenszeichen im Fußball
Nach dem 7:1-Sieg Deutschlands schlossen sich die deutschen Spieler Felix Nmecha und Jonathan Tah den Fußballern aus Curaçao zu einem spontanen Gebetskreis auf dem Platz an. Der Moment fiel als seltene, unvorbereitete Glaubensbekundung im Profifußball auf. Nmecha bezeichnete die Geste später als Zeichen christlicher Brüderlichkeit unter den Spielern.
Das Gebet fand unmittelbar nach dem Abpfiff statt. Im Gegensatz zu vielen anderen Symbolen im Fußball war es weder Teil einer Kampagne noch von einem Verband organisiert. Nmecha erklärte, die Spieler sähen in Jesus eine Verherrlichung durch den Sport – was sie zu dieser spontanen Handlung inspiriert habe.
Seit 2020 gehört das Kniefall-Protest gegen rassistische Ungerechtigkeit zum gewohnten Bild im Fußball. Verbände und Vereine fördern zudem Vielfalt, Inklusion und LGBT-Initiativen. Solche Aktionen lösen unter Fans immer wieder Debatten über die Rolle des Sports bei politischen und kulturellen Botschaften aus.
Der Gebetskreis jedoch war anders: eine freiwillige, rein gläubige Äußerung ohne Bezug zu einer größeren Bewegung oder Sponsoren. Gerade seine Schlichtheit und Ungezwungenheit machten ihn in einer Sportart, in der viele Gesten akribisch geplant sind, besonders bemerkenswert.
Die Szene unterstrich einen persönlichen Moment der Verbundenheit zwischen den Spielern. Anders als andere symbolische Handlungen auf dem Platz war sie allein vom Glauben getragen und unorganisiert. Sie bleibt ein seltenes Beispiel individueller Ausdrucksform im Profifußball.






