Stadtwerke Mainz glänzen mit Rekordgewinn und Millioneninvestitionen in Busse und Bahnen
Anton BlochStadtwerke Mainz glänzen mit Rekordgewinn und Millioneninvestitionen in Busse und Bahnen
Stadtwerke Mainz (SWM) verzeichnen starke Finanzzahlen für 2025 mit einem Nettoergebnis von 18,3 Millionen Euro
Die Stadtwerke Mainz (SWM) haben für das Jahr 2025 ein starkes finanzielles Ergebnis vorgelegt: Der Nettoüberschuss beträgt 18,3 Millionen Euro. Zudem kündigte das Unternehmen umfangreiche Investitionen in seine Fahrzeugflotte und die Infrastruktur an. Andere städtische Dienstleistungen verzeichneten im vergangenen Jahr sowohl Wachstum als auch Herausforderungen.
Die SWM erzielten 2025 einen Nettoertrag von rund 18,3 Millionen Euro – eine Summe, die bereits eine Subvention von 33 Millionen Euro berücksichtigt, die Verluste bei der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) sowie Zahlungen an die Stadt ausgleicht. Die Eigenkapitalquote des Unternehmens liegt bei 41,9 %, ein Wert, der in der Branche als exzellent gilt.
Um die Flotte zu modernisieren, hat die SWM 22 neue Straßenbahnen, 42 neue Dieselbusse und 23 neue Elektrobusse bestellt. Trotz dieser Aufrüstung beförderte die MVG im Jahr 2025 etwa 56 Millionen Fahrgäste – ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Als Gründe für den Rückgang wurden Bauarbeiten und Ersatzbusse genannt.
In anderen Bereichen der Stadt verzeichnete das Fahrradverleihsystem meinRad ein deutliches Wachstum: Die Nutzung stieg um 80 %, mit über 325.000 Fahrten im Jahr 2025. Allerdings verzögert sich die Sanierung des Taubertsberg-Freibads, nachdem der Generalunternehmer im November 2025 Insolvenz angemeldet hatte.
Die Mainz Netze GmbH versorgt weiterhin ein großes Gebiet: Ihr Stromnetz erreicht rund 550.000 Einwohner – von Ingelheim über Mainz bis nach Biebersheim am Rhein. Das Unternehmen betreibt zudem ein Gasnetz, das acht Gemeinden mit etwa 39.800 Anschlüssen abdeckt. Darüber hinaus versorgen ihre Wasserwerke rund 272.000 Menschen mit Trinkwasser.
Die solide Finanzlage der SWM und die Erweiterung der Fahrzeugflotte unterstreichen ihr Engagement für die Modernisierung des öffentlichen Nahverkehrs. Der Anstieg der Fahrradverleih-Nutzung spiegelt die wachsende Nachfrage nach alternativen Mobilitätsangeboten wider. Die Verzögerungen bei der Freibadsanierung zeigen jedoch, dass einige Projekte auf unerwartete Hindernisse stoßen. Die Versorgungsnetze des Unternehmens bleiben für die Region unverzichtbar und versorgen Hunderttausende Einwohner.
