Streit um Verkehrsanbindung: Ohligs soll nur noch einen Halt erhalten
Raphaela HermighausenStreit um Verkehrsanbindung: Ohligs soll nur noch einen Halt erhalten
Die Debatten über die Verkehrsanbindung des Ohligser Stadtzentrums haben eine unerwartete Wendung genommen. Die Bürgervereinigung für Solingen (BfS) hat einen neuen Vorschlag vorgelegt, der den geplanten Halt Heiligenstock komplett fallen lässt. Unterdessen sorgen jüngste Äußerungen eines Bezirksbürgermeisters für Verwirrung und werfen Fragen über die weitere Ausrichtung der Diskussionen auf.
Die BfS schlägt vor, den geplanten Halt Heiligenstock vollständig zu streichen. Stattdessen soll das Stadtzentrum ausschließlich über den Halt Aachener Platz – derzeit noch ein Arbeitstitel – erschlossen werden. Laut der Vereinigung ließe sich so die Zahl der verlorenen Parkplätze deutlich reduzieren – vorausgesetzt, es wird ein gut durchdachtes Parkraummanagement umgesetzt.
Ziel des Vorschlags ist es, die Interessen von Einzelhändlern und Anwohnern gleichermaßen zu berücksichtigen. Die BfS warnt jedoch, dass der aktuelle Ton der Debatte das gemeinsame Ziel, die Verkehrsverbindungen zu verbessern, gefährdet. Für künftige Sitzungen fordert sie eine sachlichere und faktenbasiertere Herangehensweise.
Die Spannungen wurden zusätzlich durch den Bezirksbürgermeister von Ohligs, Aufderhöhe und Merscheid geschürt, der die örtlichen Verhältnisse kürzlich mit denen der ehemaligen DDR verglich. Die Aussage sorgte bei den Beteiligten für Irritation und erschwert die Suche nach einem Konsens weiter.
Trotz aller Differenzen sind sich alle Seiten in einem Punkt einig: Es braucht tragfähige Verkehrslösungen. Die BfS bleibt zuversichtlich, dass die anstehenden Sitzungen die Diskussion wieder auf praktische und zukunftsorientierte Maßnahmen lenken werden.
Der BfS-Vorschlag rückt den Aachener Platz als einzigen Halt für das Ohligser Zentrum in den Fokus. Sollte er umgesetzt werden, könnten Parkplatzsorgen gemildert werden, ohne die Verkehrsanbindung zu beeinträchtigen. Die nächsten Treffen werden zeigen, ob die Beteiligten die jüngsten Streitpunkte überwinden und gemeinsam an einer Lösung arbeiten können.






