Tempelhofer Feld: Wegner prüft Wohnungsbau auf einem Drittel der Fläche
Anton BlochTempelhofer Feld: Wegner prüft Wohnungsbau auf einem Drittel der Fläche
Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner prüft Pläne zur Bebauung eines Teils des Tempelhofer Felds. Dabei geht es um den Bau von rund 21.000 Wohnungen auf einem Drittel des Geländes. Eine finanzielle Prüfung soll klären, ob das Projekt umsetzbar ist.
Die Idee, auf dem Tempelhofer Feld zu bauen, war 2014 durch ein Bürgerentscheid blockiert worden. Damals wurde jede Bebauung auf dem ehemaligen Flughafenareal verboten. Nun konzentriert sich ein neuer Vorschlag ausschließlich auf die Ränder des 300 Hektar großen Geländes, während die zentralen 200 Hektar Wiesenfläche gemäß dem Tempelhof-Gesetz unter Schutz bleiben sollen.
Eine Gruppe von Architekten stellte kürzlich einen Entwurf für etwa 21.000 Wohnungen vor. Falls realisiert, könnten darin über 50.000 Menschen wohnen. Bürgermeister Wegner unterstützt die Pläne und verweist auf eine Umfrage, bei der sich 59 Prozent der Befragten für eine „maßvolle Bebauung am Rand“ aussprachen, um die Wohnungsnot in Berlin zu lindern.
Bevor jedoch eine Entscheidung fällt, wird der Finanzsenator prüfen, ob das Vorhaben finanziell tragbar ist. Die Bewertung soll zeigen, ob sich die Stadt die Bebauung leisten kann, ohne die geschützte Wiesenfläche anzutasten.
Der Vorschlag sieht vor, ein Drittel des Tempelhofer Felds zu bebauen, während der Großteil der Freifläche erhalten bleibt. Bei einer Genehmigung könnten Tausende neue Wohnungen in Berlin entstehen. Der nächste Schritt hängt von der Kosten- und Machbarkeitsprüfung durch den Finanzsenator ab.






