Tommi Piper, die Stimme von ALF, kämpft mit Armut und sucht Hilfe bei der Tafel
Anton BlochTommi Piper, die Stimme von ALF, kämpft mit Armut und sucht Hilfe bei der Tafel
Tommi Piper, der 84-jährige Synchronsprecher, der in Deutschland vor allem als Stimme von ALF bekannt wurde, hat erstmals eine Tafel aufgesucht. Finanzielle Not zwang ihn dazu, nach Jahren schrumpfender Aufträge und steigender Lebenshaltungskosten Unterstützung zu suchen. Trotz seiner langen Karriere lebt er heute von einer kleinen Rente und gelegentlicher Hilfe seines Sohnes.
Pipers Engagements als Schauspieler und Synchronsprecher sind stark zurückgegangen, sodass ihm kaum noch Einnahmen bleiben. Sein Auto hat er längst verkaufen müssen, und selbst kleine Annehmlichkeiten kann er sich nicht mehr leisten. Seine Frau Angelika starb vor vier Jahren, seitdem wohnt er allein in ihrem gemeinsamen Haus.
Um über die Runden zu kommen, bezieht er eine bescheidene Rente und erhält von seinem Sohn etwas Geld für den täglichen Bedarf. Zwar ist er dankbar, noch ein Dach über dem Kopf zu haben, doch er gibt zu, dass er nach günstigeren Wohnmöglichkeiten sucht – etwa in einer betreuten Wohngemeinschaft.
Um seine Situation zu verbessern, arbeitet Piper an einer Autobiografie mit dem Titel Ja, ich war Alf, die er gemeinsam mit dem Co-Autor Johannes Maria Brunner verfasst. Doch das Buch stößt auf wenig Interesse: Bisher haben 40 Verlage eine Veröffentlichung abgelehnt. Trotzdem gibt er die Suche nach einem Verlag nicht auf und versucht, mit seinem knappen Budget auszukommen.
Pipers Besuch bei der Tafel zeigt die finanziellen Herausforderungen, vor denen ältere Künstler mit unregelmäßigen Einkünften stehen. Sein Buch bleibt unveröffentlicht, und seine Wohnsituation ist ungewiss. Fürs Erste konzentriert er sich darauf, das Nötigste zu sichern – in der Hoffnung, dass seine Memoiren irgendwann doch noch einen Verlag finden.






