Türkei feiert historische WM-Qualifikation nach 24 Jahren Wartezeit
Raphaela HermighausenTürkei feiert historische WM-Qualifikation nach 24 Jahren Wartezeit
Die Türkei hat sich mit einem knappen 1:0-Sieg gegen den Kosovo im entscheidenden Playoff-Finale für die Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert. Der späte Treffer in der zweiten Halbzeit löste landesweite Jubelfeiern aus. In Berlin zogen Hunderte Fans auf die Straßen, um die Rückkehr des Teams auf die größte Fußballbühne der Welt nach mehr als zwei Jahrzehnten Abwesenheit zu feiern.
Das entscheidende Spiel fand in der kosovarischen Hauptstadt Pristina statt, wo Mittelfeldspieler Kerem Aktürkoğlu in der 53. Minute den entscheidenden Treffer erzielte. Sein Tor besiegelte die dritte WM-Teilnahme der Türkei nach den Turnieren 1954 und 2002. Damals erreichte die Mannschaft unter Stürmerstar Hakan Şükür das Halbfinale und belegte schließlich Platz drei.
In Berlin versammelten sich Anhänger entlang des Kurfürstendamms, schwenkten Fahnen und bildeten Autokorsos. Feuerwerk und Pyrotechnik erleuchteten Teile der Stadt, während die Fans bis tief in die Nacht hinein feierten. Die türkische Community in Berlin – mit 190.000 bis 200.000 Mitgliedern – ist seit langem ein lebendiger Teil des lokalen Lebens, von Stadtteilen wie Neukölln bis hin zum politischen Engagement durch Persönlichkeiten wie die SPD-Senatorin Dilek Kolat.
Das Turnier 2026 wird gemeinsam von den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen. Die Qualifikation beendet für die Türkei eine 24-jährige Wartezeit seit dem historischen WM-Auftritt 2002.
Der Sieg sichert der Türkei einen Platz unter den 48 Mannschaften, die 2026 antreten werden. Fans in Berlin und weltweit haben bereits mit den Vorbereitungen für das Turnier begonnen, bei dem das Team auf einige der besten Mannschaften der Welt treffen wird. Dies markiert einen bedeutenden Meilenstein für den türkischen Fußball nach mehr als zwei Jahrzehnten ohne WM-Teilnahme.






