VBU warnt vor Reformen: Minijobs in Deutschland drohen höhere Kosten und Bürokratie
Raphaela HermighausenVBU warnt vor Reformen: Minijobs in Deutschland drohen höhere Kosten und Bürokratie
Der Verband Badischer Unternehmen und Organisationen (VBU) hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre geplanten Reformen des Minijob-Systems in Deutschland zu streichen. Die Änderungen würden dem Verband zufolge sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber die Kosten und den bürokratischen Aufwand erhöhen.
Der VBU argumentiert, dass eine Abschaffung oder starke Einschränkung von Minijobs die Belastung für Beschäftigte und Unternehmen deutlich verschärfen würde. Arbeitnehmer müssten mit einem niedrigeren Nettoeinkommen rechnen, während Arbeitgeber höhere Lohnkosten, mehr Papierkram und weniger Flexibilität bewältigen müssten.
Darüber hinaus betont der Verband, dass Minijobs bereits durch Pauschalabgaben erhebliche Mittel in die Sozialversicherung einbrächten. Ihre Abschaffung würde den Fachkräftemangel verschärfen und die Wettbewerbsfähigkeit vieler Betriebe beeinträchtigen.
Branchen wie das Handwerk, mittelständische Unternehmen, der Einzelhandel, die Gastronomie, Dienstleister und soziale Einrichtungen seien auf Minijobs angewiesen, um saisonale Nachfrage und kurzfristigen Personalbedarf zu decken. Besonders hart träfen die geplanten Änderungen laut VBU Studierende, Rentner, Teilzeit-Eltern, Pflegekräfte und diejenigen, die ihr Einkommen aufbessern.
Die Stellungnahme erfolgt als Reaktion auf die Überlegungen der Regierung zur Reform der geringfügigen Beschäftigung. Zwar steht noch keine endgültige gesetzliche Entscheidung an, doch der VBU fordert stattdessen Maßnahmen zur Bürokratieabbau und zur Unterstützung von Unternehmen – anstatt die Reformen voranzutreiben.
Der Verband warnt, dass die Abschaffung von Minijobs sowohl für Arbeitnehmer als auch für Unternehmen ernsthafte Herausforderungen schaffen würde. Statt neuer Belastungen brauche es Politiken, die administrative Hürden verringerten. Bisher hat die Regierung keine Änderungen am bestehenden System bestätigt.
