05 June 2026, 10:45

Verlassene DDR-Militärinsel Ostervilm für 60.000 Euro versteigert – doch was darf der Käufer damit anfangen?

Eins, Zwei, Drei - Insel verkauft!

Verlassene DDR-Militärinsel Ostervilm für 60.000 Euro versteigert – doch was darf der Käufer damit anfangen?

Eine verlassene Militärruine vor der Küste Rügens ist bei einer Auktion für 60.000 Euro verkauft worden. Die als Ostervilm bekannte, verfallene Anlage steht auf einer künstlichen Insel in der Lagune Greifswalder Bodden. Das Gelände war einst ein Sperrgebiet der Volksmarine der DDR, verkommt jedoch seit dem Fall der DDR.

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Ostervilm wurde mit einem Startgebot von 39.000 Euro angeboten und am 4. Juni versteigert. Die Insel, die auf 600 Holzpfählen errichtet wurde, besteht aus einem Betonrahmen, der mit Eisenplatten und Holz verkleidet ist. Sie liegt in der Nähe von Vilm, wo einst der Ministerrat der DDR seine Ferien verbrachte.

Das Gelände ist weiterhin als „Außenbereich“ eingestuft, was eine dauerhafte Besiedlung ausschließt. Ohne einen Bebauungsplan – der an diesem exponierten Standort unwahrscheinlich ist – wären Baugenehmigungen undenkbar. Der neue Eigentümer sieht sich zudem mit rechtlichen Hürden konfrontiert, da es weder einen sicheren Zugang noch eine grundlegende Infrastruktur gibt.

Ähnliche Marineeinrichtungen werden heute noch in Kiel und Wilhelmshaven von der Deutschen Marine betrieben. Ostervilm hingegen verfällt seit dem Zusammenbruch der DDR.

Der Käufer besitzt nun ein verfallenes Relikt aus der Zeit des Kalten Krieges. Rechtliche Beschränkungen verbieten jede Bebauung oder Nutzung als Wohnraum. Vorerst bleibt Ostervilm ein bröckelndes Mahnmal seiner militärischen Vergangenheit.

Quelle