Volkswagen plant drastische Stellenstreichungen – bis zu 100.000 Jobs in Gefahr
Anton BlochVolkswagen plant drastische Stellenstreichungen – bis zu 100.000 Jobs in Gefahr
Volkswagen bereitet sich auf massive Stellenstreichungen vor, von denen bis zu 100.000 Beschäftigte betroffen sein könnten. Der Aufsichtsrat des Konzerns wird am 9. Juli zusammentreten, um über die Pläne zu beraten. Analysten schätzen den Gewinn pro Aktie für das kommende Jahr auf 24,21 Euro; derzeit notiert die Aktie bei 72,54 Euro.
Die Unternehmensführung von Volkswagen hat eingeräumt, dass einige Sparten Schwierigkeiten haben, wettbewerbsfähig zu bleiben. Im Rahmen der Umstrukturierung könnte das Unternehmen vier Werke in Deutschland schließen. Vertreter der Belegschaft wurden in der frühen Phase dieser Pläne nicht konsultiert.
Das Land Niedersachsen hält 20,2 Prozent der Volkswagen-Anteile und verfügt über ein Vetorecht bei wichtigen Entscheidungen. Die dort regierende Koalition aus SPD und Grünen kontrolliert faktisch den Aufsichtsrat. Dieser politische Einfluss könnte das Ergebnis der anstehenden Sitzung prägen.
Trotz der niedrigen Bewertung – das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 3,7 – bleiben Anleger bei deutschen Autowerten zurückhaltend. Die Entscheidung des Aufsichtsrats am 9. Juli wird über die Zukunft Tausender Arbeitsplätze entscheiden. Die Volkswagen-Aktie handelt weiterhin mit einem Abschlag, was die Unsicherheit am Markt widerspiegelt. Die nächsten Schritte des Konzerns hängen sowohl von finanziellen als auch von politischen Faktoren ab.
