23 May 2026, 00:37

VW schließt betriebliche Kita Freche Daxe nach 16 Jahren Betrieb

Die Stadt übernimmt dieses Unternehmen-Kindergarten-Zentrum nun vollständig

VW schließt betriebliche Kita Freche Daxe nach 16 Jahren Betrieb

Volkswagen Financial Services (VW FS) stellt nach 16 Jahren Betrieb die hauseigene Kita Freche Daxe ein. Ab August übernimmt die Stadt Braunschweig den Großteil der Betreuungsgruppen. Der Schritt folgt auf einen deutlichen Rückgang der Nachfrage nach betrieblichen Kinderbetreuungsplätzen unter den VW-Mitarbeitenden in den vergangenen Jahren.

Seit 2008 hatte VW FS die Kita Freche Daxe vollständig finanziert und alle Kosten für zehn Betreuungsgruppen getragen. Dadurch sparte die Stadt schätzungsweise 14,7 Millionen Euro ein. Da jedoch immer weniger Beschäftigte das Angebot nutzten, entschied sich das Unternehmen nun zur Schließung der Einrichtung.

Nach dem neuen Konzept übernimmt Braunschweig sieben der bisher von VW FS betriebenen Gruppen. 55 Plätze werden dabei explizit für Kinder von VW-Mitarbeitenden reserviert. Im Gegenzug zahlt das Unternehmen jährlich rund 475.000 Euro, um diese Plätze zu sichern.

Die Umstellung könnte auch Auswirkungen auf geplante Neubauten haben: Eine geplante Kita im Entwicklungsgebiet Wenden-West, die ursprünglich wegen steigender Nachfrage vorgesehen war, könnte nun entfallen. Damit würde die Stadt erhebliche Baukosten sparen.

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Bei der Veränderung handelt es sich nicht um eine direkte Subvention für VW FS, sondern um eine gemeinsame Lösung, um den Betreuungsbedarf im gesamten Stadtbezirk zu decken. Zwar entstehen der Stadt jährliche Kosten von etwa 1,15 Millionen Euro, doch sehen Verantwortliche darin eine Möglichkeit, Ressourcen effizienter einzusetzen und unnötige Ausgaben zu vermeiden.

Mit der Schließung von Freche Daxe endet das direkte Engagement von VW FS in der Kinderbetreuung. Ab August übernimmt die Stadt die meisten der bisherigen Gruppen und sichert so weiterhin Plätze für die Kinder der Belegschaft. Zudem könnte der Schritt zu Einsparungen führen, falls der geplante – und kostspielige – Neubau in Wenden-West gestrichen wird.

Quelle