Warum Deutschlands E-Auto-Förderung 2016 grandios scheiterte
Deutschland führte im Juli 2016 ein Förderprogramm für Elektrofahrzeuge ein. Das Programm sollte mehr Autofahrer dazu bewegen, auf Fahrzeuge mit geringen Emissionen umzusteigen. Käufer rein elektrischer Modelle konnten 4.000 Euro beantragen, während für Plug-in-Hybride 3.000 Euro vorgesehen waren.
Bis Juni 2017 waren 23.024 Anträge eingegangen – doch die Resonanz blieb weit hinter den ursprünglichen Erwartungen der Regierung zurück.
Die Subvention sollte den Absatz von Elektroautos ankurbeln. Die Behörden hatten gehofft, damit mindestens 300.000 Neuzulassungen zu erreichen. Berlin setzte sich zudem das ehrgeizigere Ziel, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen zu haben.
Ein Jahr nach Start des Programms waren jedoch nur 23.024 Anträge gestellt worden. Davon entfielen 13.080 auf rein elektrische Fahrzeuge und 9.937 auf Plug-in-Hybride. 10.150 der Anträge stammten von Privatpersonen.
Trotz der finanziellen Anreize blieben Hürden bestehen. Andreas Obersteller, Präsident des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), verwies auf anhaltende Probleme: Elektroautos seien nach wie vor teuer, Ladestationen Mangelware und die Reichweiten entsprächen nicht den Bedürfnissen der Verbraucher.
Die Förderung sollte im Juni 2019 auslaufen – nicht abgerufene Mittel wären dann verfallen. Unterdessen strich die Regierung leise ihr Ziel von einer Million Elektrofahrzeugen bis 2020.
In seinem ersten Jahr verzeichnete das Förderprogramm nur begrenzte Erfolge. Bis Mitte 2017 waren weniger als 25.000 Anträge bearbeitet worden. Herausforderungen wie hohe Kosten und eine unzureichende Infrastruktur bremsten die Verbreitung weiterhin aus.
Die Mittel des Programms stehen nach Juni 2019 nicht mehr zur Verfügung. Berlin hat seine langfristigen Ziele für den Ausbau der Elektromobilität bereits zurückgeschraubt.






