24 March 2026, 18:26

Warum immer mehr Deutsche ihren Job kündigen – trotz unsicherer Wirtschaftslage

Plakat mit der Aufschrift "Mangelnde Bildung: Der bösartige Kreislauf" mit chaotischen Bildern von verschiedenen Menschen und fetter schwarzer Schrift.

Warum immer mehr Deutsche ihren Job kündigen – trotz unsicherer Wirtschaftslage

Immer mehr Beschäftigte in Deutschland kündigen – trotz wirtschaftlicher Unsicherheit

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Geringe Löhne, schlechte Unternehmenskultur und ein mangelhaftes Gleichgewicht zwischen Beruf und Privatleben treiben viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in die Flucht. Eine aktuelle Studie zeigt: Mehr als ein Drittel hat bereits den Job gewechselt, weil das Gehalt die Erwartungen nicht erfüllte.

Auch 2025 bleibt unzureichende Bezahlung der Hauptgrund für Kündigungen – 37 Prozent der Beschäftigten nennen sie als entscheidenden Faktor. Doch die Bedeutung einer toxischen Arbeitsumgebung hat stark zugenommen: Mittlerweile sind 36 Prozent der Kündigungen darauf zurückzuführen – ein Anstieg um 16 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Fehlende Work-Life-Balance folgt dicht dahinter und ist für 33 Prozent der Jobwechsler ein Ausschlaggebender.

Zudem bröckelt das Vertrauen in die Führungsetagen: 28 Prozent der Arbeitnehmer kündigen, weil sie das Vertrauen in die Unternehmensleitung verloren haben. Weitere 27 Prozent verlassen ihren Job, weil versprochene Verbesserungen der Arbeitsbedingungen nie umgesetzt wurden. Zwar dominieren nach wie vor finanzielle Gründe – doch die Prioritäten verschieben sich zunehmend hin zu Führungsqualität, Unternehmenskultur und Flexibilität.

"Unternehmen müssen umdenken", betont Verena Menne, Direktorin Personal bei Randstad Deutschland. Sie fordert faire Löhne, werteorientierte Führung und flexible Arbeitsmodelle. Ohne diese Veränderungen werde es noch schwieriger, Fachkräfte zu halten.

Die Ergebnisse machen deutlich: Beschäftigte bleiben nicht mehr allein wegen der Jobstabilität. Zu niedrige Gehälter, giftige Arbeitsklimas und gebrochene Versprechen treiben sie in die Arme neuer Arbeitgeber. Wer diese Probleme ignoriert, riskiert im ohnehin umkämpften Arbeitsmarkt noch mehr Personal zu verlieren.

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