Wohngeld: Wer bekommt finanzielle Hilfe bei explodierenden Mietkosten?
Raphaela HermighausenWohngeld: Wer bekommt finanzielle Hilfe bei explodierenden Mietkosten?
Steigende Mieten setzen Rentner und Haushalte mit niedrigem Einkommen in der gesamten Region unter Druck. Immer mehr Menschen beantragen daher Wohngeld, um finanzielle Entlastung zu erhalten – doch die Anspruchsvoraussetzungen sind streng.
Das Wohngeld unterstützt Mieter, die mit ihren Wohnkosten überfordert sind, doch nicht jeder hat Anspruch darauf. Antragsteller dürfen keine anderen staatlichen Leistungen wie Bürgergeld oder Sozialhilfe beziehen. Ob jemand berechtigt ist, hängt von der örtlichen Mietpreisentwicklung, der Haushaltsgröße, dem Einkommen und steuerlichen Freibeträgen ab.
Die durchschnittliche Auszahlung liegt bei etwa 300 Euro pro Monat, wobei die genaue Höhe individuell berechnet wird. Trotz steigender Nachfrage wurde die Leistung in diesem Jahr nicht erhöht. Die nächste Anpassung ist erst zum 1. Januar 2027 vorgesehen.
Auch Immobilienbesitzer, die finanziell belastet sind, können unter Umständen einen Lastenzuschuss erhalten – eine separate Förderung für wohnungsbezogene Kosten. Wer Unterstützung bei der Antragstellung für Wohngeld, Lastenzuschuss oder rentenbezogene Fragen benötigt, kann sich kostenlos an den SoVD in Braunschweig wenden.
Schätzungen zufolge könnten in Deutschland rund zwei Millionen Haushalte Anspruch auf Wohngeld haben. Dennoch wissen viele nichts von dieser Unterstützung oder wie sie einen Antrag stellen können.
Angesichts weiter steigender Mieten bleibt das Wohngeld für berechtigte Haushalte eine wichtige Stütze. Betroffene können sich an lokale Organisationen wie den SoVD wenden, um Hilfe beim Antragsverfahren zu erhalten. Die nächste Erhöhung der Leistungen wird jedoch erst 2027 in Kraft treten.






