07 April 2026, 22:27

Wolfenbüttel setzt neue Maßstäbe: Kleinere Kita-Gruppen ab 2026

Plakat mit der Überschrift "Das Nationale Komitee für Kinderarbeit: Warum? Zweieinhalb Millionen Kinderarbeiter unter sechzehn Jahren heute" mit einer Karte der USA und Illustrationen von Komiteemitgliedern.

Wolfenbüttel setzt neue Maßstäbe: Kleinere Kita-Gruppen ab 2026

Wolfenbüttel ist die erste Kommune in Niedersachsen, die per Ratsbeschluss die Gruppengrößen in Kitas offiziell reduziert. Die Änderungen treten zum Kindergartenjahr 2026/2027 in Kraft und wurden im Rahmen des städtischen Demografieprogramms Chancen 2030 beschlossen.

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Der Stadtrat stimmte dem Vorschlag der Verwaltung mit nur zwei Enthaltungen der AfD zu. Dem Beschluss zufolge werden Krippengruppen künftig maximal 14 Kinder umfassen, während Kindergartengruppen auf höchstens 24 Kinder begrenzt werden. Auch in der Hortbetreuung gibt es Anpassungen: Hier sinkt die Obergrenze auf 19 Kinder pro Gruppe.

Die Leitung der Einrichtungen wird die neuen Vorgaben umsetzen, wobei in begründeten pädagogischen Fällen Ausnahmen möglich sind. Die Maßnahme kommt damit einer langjährigen Forderung von Fachkräften und Eltern nach kleineren Gruppen nach. Die Verantwortlichen argumentieren, dass weniger Kinder pro Gruppe mehr individuelle Zuwendung und bessere Förderung ermöglichen.

Mit diesem Beschluss ist Wolfenbüttel die erste Kommune in der Region, die solche Regelungen formal per Ratsentscheid einführen wird. Die neuen Gruppengrößen gelten ab dem Jahr 2026. Die Einrichtungsleitungen werden die Einhaltung überwachen, um sicherzustellen, dass die Änderungen der Lern- und Betreuungsqualität der Kinder zugutekommen. Die Entscheidung spiegelt einen Wandel hin zu einer stärker individualisierten frühen Bildung in der Stadt wider.

Quelle