Wolters Brauerei beantragt Eigenverwaltung – Stadt hofft auf Rettung des Traditionsbetriebs
Anton BlochWolters Brauerei beantragt Eigenverwaltung – Stadt hofft auf Rettung des Traditionsbetriebs
Die Wolters Brauerei hat Eigenverwaltung beantragt, um ihre Geschäftsaktivitäten umzustrukturieren. Gerüchte über einen möglichen Zusammenbruch des Traditionsbetriebs machten die Runde, doch die Stadt blickt vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Das Rathaus betrachtet die Brauerei als zentralen Bestandteil des kulinarischen Erbes der Region.
Die CDU-Ratsfraktion plant, einen Eilantrag zur Einrichtung einer Taskforce einzubringen. Dieser Arbeitsgruppe sollen die Geschäftsführung von Wolters, der Betriebsrat, Vertreter der Gastronomiebranche, die Volksbank BraWo sowie Spitzenvertreter der großen Ratsfraktionen angehören.
Kleinere Ratsfraktionen kritisieren den Vorstoß, da ihre Vertreter nicht einbezogen wurden. Unterdessen führt die Stadt bereits Gespräche mit der Wolters-Geschäftsführung und zeigt sich offen für eine Ausweitung der Dialogs mit Ratsmitgliedern und regionalen Akteuren.
Die Verwaltung geht davon aus, dass die Brauerei weiterhin über ausreichende wirtschaftliche Stärke und eine tragfähige Perspektive verfügt. Eine mögliche Unterstützung der Stadt wäre jedoch von den Ergebnissen der Insolvenzverhandlungen und einem klaren Konzept für die Fortführung oder Umstrukturierung abhängig. Das Rathaus betont, keinen direkten Einfluss auf den Restrukturierungsprozess zu haben.
Sollten die Voraussetzungen erfüllt sein, wird die Stadtverwaltung Unterstützungsmaßnahmen prüfen. Die geplante Taskforce – sofern sie beschlossen wird – hätte das Ziel, die Zukunft der Brauerei zu sichern. Ihr Fortbestand hängt maßgeblich vom Erfolg der laufenden Insolvenzverhandlungen ab.
