09 February 2026, 04:56

Zweitwohnsitzsteuer: Studierende in Hessen zahlen je nach Stadt unterschiedlich viel

Ein Gebäude mit einer Flagge oben drauf, umgeben von Bäumen und Gras, mit einem bewölkten Himmel und Sonne im Hintergrund; Text auf der rechten Seite lautet "8 8% Anstieg bei neuen internationalen Studierendenanmeldungen".

Ein Zweitwohnsitz kann für Studenten teuer sein - Zweitwohnsitzsteuer: Studierende in Hessen zahlen je nach Stadt unterschiedlich viel

Studierende in mehreren deutschen Städten zahlen zusätzliche Gebühren für die Anmeldung eines Zweitwohnsitzes. In Hessen erheben mindestens drei Städte – Frankfurt am Main, Darmstadt und Kassel – derzeit diese Abgabe, während andere wie Wiesbaden und Fulda darauf verzichten. Die Sätze und Regelungen unterscheiden sich stark, sodass viele Studierende je nach Studienort mit unerwarteten Kosten konfrontiert werden.

In Frankfurt wird eine Steuer von 10 Prozent auf die Jahreskaltmiete fällig, sofern Studierende einen Zweitwohnsitz anmelden. Ausnahmen gelten für Verheiratete oder in eingetragenen Partnerschaften Lebende. Darmstadt geht noch weiter und verlangt 15 Prozent der Nettokaltmiete, ebenfalls mit ähnlichen Befreiungsmöglichkeiten. Kassel hingegen setzt den Satz auf 8 Prozent der jährlichen Nettokaltmiete an – und gewährt Studierenden keine Ausnahmen.

Andere Städte handhaben die Abgabe unterschiedlich: Mainz erhebt seit 2005 10 Prozent der Nettokaltmiete, Gießen führte 2014 eine Regelung ein, die 12 Prozent beträgt, und Trier verlangt ebenfalls 10 Prozent – hier sind rund 65 Prozent der Betroffenen Studierende.

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Die Zweitwohnsitzsteuer verfolgt verschiedene Ziele. Manche Städte wollen damit Studierende und Universitätsmitarbeitende dazu bewegen, ihren Hauptwohnsitz umzumelden. Andere sehen darin eine Einnahmequelle, etwa von Besitzer:innen von Ferienwohnungen. Da es keine landesweite Regelung gibt, entscheidet jede Kommune selbst, ob und in welcher Höhe die Abgabe erhoben wird.

Die fehlende Einheitlichkeit führt dazu, dass Studierende in manchen Städten jährlich mehrere hundert Euro extra zahlen müssen, während andere die Gebühr komplett umgehen. Da keine Verpflichtung zur Erhebung besteht, hängt die finanzielle Belastung allein von der lokalen Politik ab. Dieses Flickwerk an Regelungen sorgt dafür, dass die Kosten für Studierende je nach Wohn- und Studienort stark variieren.