15 February 2026, 09:03

10 Millionen Windows-10-PCs in Deutschland laufen ohne kritische Sicherheitsupdates

Ein alter Zehn-Dollar-Banknote der International Banking Corporation mit einem grün-weißen Farbschema, auf dem die Wörter "International Banking Corporation" in fetter schwarzer Schrift oben und die Zahl 10 in der Mitte stehen, umgeben von einem dekorativen Rahmen.

10 Millionen Windows-10-PCs in Deutschland laufen ohne kritische Sicherheitsupdates

Rund 10,2 Millionen Windows-10-PCs in deutschen Haushalten laufen mit veralteten Sicherheitsupdates. Das entspricht fast der Hälfte der 21 Millionen Windows-Nutzer im Land, wie eine aktuelle Studie des Sicherheitsunternehmens ESET zeigt. Ohne die neuesten Patches bleiben diese Systeme selbst nach der Verlängerung des kostenlosen Supports durch Microsoft für die EU bis Oktober 2026 anfällig für Cyberangriffe.

Das Januar-Update von Microsoft behob über 100 Sicherheitslücken in Windows, Office und SharePoint. Acht davon wurden als kritisch eingestuft, da sie Fernzugriffe und Malware-Angriffe ermöglichen. Eine Zero-Day-Schwachstelle in dem Patch stellte zudem ein hohes Risiko dar – insbesondere für Nutzer von Online-Banking.

Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt seit Langem, dass veraltete Software ein Hauptziel für Cyberkriminelle ist. Angreifer nutzen gezielt ungepatchte Windows-10-Systeme, um langfristigen Zugriff zu erlangen. Trotz des Auslaufens des regulären Supports im Oktober 2025 weigern sich viele deutsche Nutzer weiterhin, auf Windows 11 umzusteigen – und setzen ihre Geräte damit unnötigen Gefahren aus.

Allein in Wiesbaden sind Tausende PCs aufgrund ignorierter Updates verwundbar. Die Bundesbehörde ruft Nutzer dringend dazu auf, alle verfügbaren Sicherheitsupdates umgehend zu installieren. Ausführliche Schutzhinweise finden sich auf der offiziellen Website des BKAs.

Die Warnungen des Bundeskriminalamts unterstreichen die anhaltende Bedrohung durch ungepatchte Systeme. Mit Millionen ungeschützter Rechner finden Cyberkriminelle weiterhin leichte Angriffsziele. Wer Updates aufschiebt, riskiert anhaltende Attacken – vor allem durch Fernzugriffe und das Einschleusen von Schadsoftware.