1,8 Millionen für Ankaadia: Wie KI den Pflegenotstand im Gesundheitswesen lindern soll
Anton Bloch1,8 Millionen für Ankaadia: Wie KI den Pflegenotstand im Gesundheitswesen lindern soll
Ankaadia, eine Softwareplattform für die Anwerbung und Integration internationaler Fachkräfte im Gesundheitswesen, hat 1,8 Millionen Euro Seed-Finanzierung eingesammelt. Die Investition stammt von BMH, Scalehouse Capital und OHA, die die Runde gemeinsam anführen. Das Unternehmen will den Personalmangel in der Branche durch die Vereinfachung komplexer Einstellungsprozesse bekämpfen.
Gegründet wurde Ankaadia 2021 von Stefan Reininger, Dr. Jan Wilmanns und Fabio Enge. Die Plattform konzentriert sich darauf, den Pflegenotstand im Gesundheitssektor zu lösen. Sie digitalisiert, automatisiert und beschleunigt die Anwerbung ausländischer Fachkräfte – stets unter Einhaltung der Datenschutzbestimmungen.
Ankaadia vernetzt Krankenhäuser, Pflegeheime, Vermittlungsagenturen, Behörden, Sprachschulen und Fachkräfte in einem einzigen System. Arbeitgeber können den Migrationsstatus verfolgen und die voraussichtliche Verfügbarkeit neuer Mitarbeiter prüfen. Das Unternehmen fungiert dabei nicht als Personalvermittler, sondern stellt die Technologie bereit, um diese Prozesse zu steuern.
Mit über 2.800 Nutzern wird die Plattform bereits von mehr als 200 Personaldienstleistern und Arbeitgebern im Gesundheitsbereich genutzt. Branchenprognosen zufolge könnte der Markt für Arbeitsmigrationsdienstleistungen bis 2030 ein Volumen von jährlich 4 Milliarden Euro erreichen.
Die frischen Mittel sollen Ankaadia helfen, die Plattform auszubauen – besonders vor dem Hintergrund der wachsenden Nachfrage nach internationalen Gesundheitsfachkräften. Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, die das System nutzen, erhalten bessere Transparenz über die Einstellungszeitpläne. Die Lösung zielt darauf ab, den administrativen Aufwand zu verringern und gleichzeitig die Einhaltung der Migrationsvorschriften zu gewährleisten.






