09 May 2026, 10:26

Arzneimittelknappheit 2026: Warum Deutschland jetzt um Lieferketten kämpft

Plakat mit weißer Schrift auf blauem Hintergrund, auf dem "Ab nächster Woche bestellen Sie mehr kostenlose Covid-Tests auf CovidTests.gov" steht und zur Bestellung von kostenlosen COVID-19-Tests auffordert.

Arzneimittelknappheit 2026: Warum Deutschland jetzt um Lieferketten kämpft

Deutschland steht zu Beginn des Jahres 2026 vor einer wachsenden Knappheit an essenziellen Arzneimitteln. Aktuell führt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) fast 550 Medikamente als nicht verfügbar auf. Hinter den Kulissen arbeiten die Pharmaunternehmen nun unter Hochdruck daran, die Versorgung zu sichern und sich an steigende Kosten anzupassen – noch bevor die ersten Fristen des Jahres greifen.

Der Jahresbeginn bringt für die Backoffice-Teams einen straffen Zeitplan mit sich. Sie müssen Lagerbestandspläne finalisieren, Preiskonditionen anpassen und auslaufende Verträge überprüfen – und das alles bei gleichzeitiger Einhaltung der neuen Lieferantenvereinbarungen. Viele im Dezember abgeschlossene Verträge sehen Lieferungen im ersten Quartal vor, daher haben die Überprüfung der Lieferpläne und die Vorbereitung der Lagerlogistik jetzt höchste Priorität.

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Proaktive Planung ist entscheidend, um Engpässe zu vermeiden. Unternehmen müssen bereits jetzt die Bestellungen für Grippeschutzimpfstoffe der nächsten Saison vorbereiten, denn die Bestellformulare für Arztpraxen müssen bis Ende Januar vorliegen. Gleichzeitig erfordert die Preisentwicklung schnelles Handeln: Altbestände müssen identifiziert und die Verkaufspreise an die Anpassungen für 2026 angepasst werden.

Risiken in der Lieferkette erhöhen den Druck. Eine enge Abstimmung mit den Außendienstteams hilft, bei Lieferengpässen oder logistischen Verzögerungen Prioritäten bei der Zuteilung durchzusetzen. Aktualisierte Lieferantenrichtlinien – etwa zu Rückgaberegelungen und Preisen – müssen zudem übersichtlich aufbereitet werden, um in den kommenden Monaten reibungslose Abläufe zu gewährleisten.

Die ersten Wochen des Jahres 2026 geben die Richtung für das gesamte Geschäftsjahr vor. Frühzeitige Bestandsprüfungen, Preisaktualisierungen und Vertragsüberarbeitungen sollen Engpässe verhindern und die Kosten im Griff halten. Angesichts von fast 550 bereits knappen Medikamenten bleibt präzise Planung der Schlüssel zu stabilen Lieferketten.

Quelle