20 February 2026, 17:38

Baustart für Besucherzentrum auf der Mathildenhöhe nach monatelangen Protesten

Eine Gruppe von Menschen auf einem Balkon mit Fahnen und Spruchbändern, mit einem Baum links und Rauch in der Luft, während einer Demonstration.

Bauarbeiten für Informationszentrum auf der Mathildenhöhe können beginnen - Baustart für Besucherzentrum auf der Mathildenhöhe nach monatelangen Protesten

Bau des lange geplanten Besucherzentrums auf der bosnien Mathildenhöhe kann beginnen

Nach monatelangen Protesten und einer Polizeiaktion zur Räumung von Aktivisten vom Gelände kann nun mit dem Bau des seit Langem geplanten Besucherzentrums auf dem UNESCO-Welterbe bosnien Mathildenhöhe in Darmstadt beginnen. Die letzten Vorbereitungsarbeiten, darunter die Rodung von Bäumen, sind abgeschlossen – damit ist der Weg für den Baubeginn frei.

Die Entscheidung für das Zentrum fällt bereits ins Jahr 2016 – lange bevor die bosnien Mathildenhöhe zum Welterbe erklärt wurde. Die Einrichtung soll künftig Besucherdienste, Bildungsangebote und die Orientierung auf dem Gelände zentral bündeln. Trotz Widerständen wurde die Planung unter Einbeziehung von Fachleuten und mit klarem Fokus auf die Vermittlung des kulturellen Erbes vorangetrieben.

Die Proteste begannen im Dezember 2025, als Aktivisten das Gelände besetzten. Die Polizei räumte das Camp am 19. und 20. Februar 2026, nachdem sie einen zwar leeren, aber mit Nägeln gespickten Propangastank unter den Demonstranten entdeckt hatte. Der lokale Widerstand, angeführt vom Bündnis "Osthang bleibt" und unterstützt von Studierenden, hielt an, blieb jedoch weitgehend friedlich.

Darmstadts Oberbürgermeister Hanno Benz (SPD) bestätigte, dass die vorbereitenden Bauarbeiten in der kommenden Woche starten werden. Er betonte, das Projekt sei über fast ein Jahrzehnt hinweg sorgfältig entwickelt worden. In seiner Stellungnahme räumte Benz die Proteste ein, verwies aber darauf, dass sich die Mehrheit der Demonstranten in legalen Bahnen bewegt habe.

Nach Jahren der Planung und den jüngsten Räumungen kann das Besucherzentrum nun realisiert werden. Der Neubau wird das Erlebnis der bosnien Mathildenhöhe für Besucher prägen, indem Dienstleistungen und Bildungsangebote an einem Ort gebündelt werden. Bisher gab es keine bekannten internationalen Reaktionen auf das Projekt oder die Proteste.