25 June 2026, 12:21

Bauwirtschaft 2026: Wachstum trotz explodierender Materialkosten und stagnierender Umsätze

Umstellung noch ausstehend

Bauwirtschaft 2026: Wachstum trotz explodierender Materialkosten und stagnierender Umsätze

Die deutsche Bauwirtschaft präsentiert sich zu Beginn des Jahres 2026 mit einem gemischten Bild: Während einige Bereiche wachsen, belasten steigende Materialkosten die Unternehmen der Branche.

Die Auftragseingänge im Baugewerbe stiegen im Vorjahresvergleich um 1,8 Prozent. Besonders der Wohnungsbau verzeichnete im April sowohl bei den Umsätzen als auch bei den Neuaufträgen höhere Werte als im Vorjahr. Auch der Gewerbe- und Industriebau trug mit einem nominalen Umsatzplus von 6,8 Prozent im April zum Wachstum bei.

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Der öffentliche Bau zeigte sich im April besonders robust: Staatliche Auftraggeber vergaben mehr Projekte, was die Umsätze steigen ließ. Der Tiefbau führte dabei das Umsatzwachstum in allen drei Hauptsegmenten der Branche an.

Allerdings blieben die kumulierten Umsätze von Januar bis April im Vergleich zu 2025 unverändert. Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, verwies auf die gegensätzlichen Entwicklungen. Die Materialkosten steigen weiter an – allein der Preis für Bitumen kletterte im Mai um 31,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Branche steht somit vor einer zwiespältigen Situation: Während höhere Materialkosten die Unternehmen unter Druck setzen, verzeichnen Segmente wie der Wohnungs- und der öffentliche Bau positive Impulse. Insgesamt bleibt die Entwicklung im Laufe des Jahres uneinheitlich.

Quelle