19 March 2026, 10:42

Bayerische Städte tauschen Ampelmännchen gegen Dürer-Hasen und Knödelwerferinnen

Eine Gruppe von Menschen in traditioneller bayrischer Tracht, die eine Straße entlanggehen, einige halten Musikinstrumente und tragen Hüte, mit Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund und einem roten Objekt und einer Tafel mit Text auf der linken Seite.

Wenn es grün ist, hopse weiter - spezielle Ampelmotive im Aufwind - Bayerische Städte tauschen Ampelmännchen gegen Dürer-Hasen und Knödelwerferinnen

Mehrere bayerische Städte ersetzen klassische Fußgängerampeln durch Modelle mit lokalem Kultbezug

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Von Albrecht Dürers Feldhasen in Nürnberg bis zu einer Knödel werfenden Frau in Deggendorf – die kreativen Ampelfiguren sorgen für Aufmerksamkeit. Doch das bayerische Innenministerium zeigt sich besorgt: Die Verständlichkeit und Verkehrssicherheit könnte darunter leiden.

Den Anfang machte Friedberg bereits im November 2018 mit einer Elvis-Presley-Ampel. München zog Anfang 2025 nach und installierte im Stadtteil Lehel drei Signale mit dem Kobold Pumuckl. Auch Augsburg beteiligte sich und erhielt eine Sondergenehmigung für eine Kasperl-Figur in der Nähe des Theaters.

Dachau ging einen anderen Weg und kleidete seine Ampelmännchen in traditionelle bayerische Tracht. Aufgrund der positiven Resonanz bei den Bürgern plant die Stadt nun, die Anzahl dieser gestalteten Signale zu erhöhen. Hof hingegen scheiterte zunächst mit seinem Entwurf eines Wärschtlamo-Wurstverkäufers, erhielt aber kürzlich grünes Licht.

Weitere Städte sprangen auf den Zug auf: Nürnberg zeigt Dürers "Feldhase", Deggendorf eine knödelwerfende Frau, und in Straubing leuchtet die Figur "Bruder Straubinger". Trotz der wachsenden Beliebtheit betont das bayerische Innenministerium, dass standardisierte Designs für Verkehrsteilnehmer klarer und sicherer seien.

Die Kommunen tragen die Verantwortung für die Gestaltung der Ampeln, während die Landesregierung eine Aufsichtsfunktion hat. Sollte es durch unklare Signale zu Unfällen kommen, könnten die Städte haftbar gemacht werden.

Mittlerweile setzen mindestens sieben bayerische Städte auf die kulturell geprägten Fußgängerampeln – eine Mischung aus lokalem Brauchtum und Alltagsinfrastruktur. Während die Bevölkerung die kreativen Akzente oft begrüßt, pochen die Behörden weiterhin auf leicht erkennbare, normierte Symbole. Die Debatte zwischen Sicherheit und Tradition bleibt damit vorerst ungelöst.

Quelle