Bayern stellt Steuer-Vorabzahlungserinnerungen sofort ein – was das für Sie bedeutet
Anton BlochBayern stellt Steuer-Vorabzahlungserinnerungen sofort ein – was das für Sie bedeutet
Das Bayerische Landesamt für Steuern stellt die Zusendung von Vorabzahlungserinnerungen an Steuerzahler ein. Die Änderung tritt sofort in Kraft und beendet damit einen Service, der in dieser Form bundesweit einzigartig war. Bisher war Bayern das einzige Bundesland, das solche Benachrichtigungen noch anbot.
Steuerzahler in Bayern erhalten künftig keine Briefe oder E-Mails mehr über anstehende Zahlungstermine. Auch die Beilage von Zahlscheinen in der Korrespondenz wurde eingestellt. Als Begründung führte die Behörde den deutlichen Rückgang papierbasierter Überweisungen an.
Mit dem Schritt sollen unnötige Kosten für Druck und Versand der Erinnerungen eingespart werden. Stattdessen wirbt das Finanzamt für den Wechsel zum SEPA-Lastschriftverfahren. Dieses System bucht fällige Beträge automatisch ab, sodass manuelle Erinnerungen entfallen.
Bayern war das letzte Bundesland, das solche Vorabhinweise verschickt hat. Alle anderen Regionen hatten den Service in den vergangenen Jahren bereits abgeschafft. Die Umstellung bedeutet, dass Steuerzahler ihre Fristen nun selbst im Blick behalten oder auf automatische Zahlungen setzen müssen. Wer das SEPA-Lastschriftmandat erteilt, vermeidet verpasste Zahlungstermine. Die Behörde erwartet, dass die Neuerung die Abläufe effizienter gestaltet und den Verwaltungsaufwand verringert.






