02 May 2026, 14:27

Bayerns Ministerin fordert höhere Medikamenten-Zuzahlung – und löst Debatte aus

Plakat mit der Aufschrift "$160 Milliarden die Menge, die Steuerzahler seit dem Verhandeln von niedrigeren Arzneimittelpreisen durch Medicare sparen werden" mit einem Logo.

Bayerns Ministerin fordert höhere Medikamenten-Zuzahlung – und löst Debatte aus

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach fordert Bund zu höherer Festgebühr für verschreibungspflichtige Medikamente auf

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Die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach hat die Bundesregierung aufgefordert, die feste Zuzahlung für rezeptpflichtige Arzneimittel anzuheben. Nach dem Vorschlag soll die aktuelle Gebühr von 8,35 Euro pro Packung auf 9,50 Euro steigen. Gerlach betonte zudem die Notwendigkeit einer stärkeren Unterstützung für Apotheken und bezeichnete sie als unverzichtbar für die gesundheitliche Vorsorge in der Bevölkerung.

Der Bundesrat hat kürzlich zentrale Forderungen zur Stärkung der Apothekenfinanzierung und -regulierung bekräftigt. Dazu gehörte auch die Erhöhung der Festgebühr pro Packung – eine Maßnahme, die von mehreren Landesregierungen unterstützt wird. Gleichzeitig lehnte das Gremium Pläne ab, die Anerkennung ausländischer Pharmazeut:innen zu erleichtern, und behielt die bestehenden Regelungen bei.

Ein weiterer Streitpunkt war die Pflicht zu separaten Impfräumen. Der Bundesrat hielt an strengen Vorgaben fest und lehnte Lockerungen ab. Zudem sprach er sich gegen eine Erleichterung der Regeln für die Eröffnung von Filialapotheken aus, obwohl einige dies als Weg gefordert hatten, um die Versorgung zu verbessern.

Besonders Bayern positioniert sich klar gegen den Einsatz von Pharmazeutisch-technischen Assistent:innen (PTA) als Ersatz für Apotheker:innen. Gerlachs Appell an schnelles Handeln des Bundes unterstreicht die Sorge um die wirtschaftliche Stabilität der Apotheken. Höhere Vergütungen seien notwendig, um ihre Rolle im Gesundheitswesen langfristig zu sichern, argumentiert sie.

Die Beschlüsse des Bundesrats halten an strengeren Auflagen für Apotheken fest, während gleichzeitig höhere Gebühren gefordert werden. Bayerns Ablehnung von Personalersatz durch PTA sowie die Unterstützung für Gebührenerhöhungen spiegeln die übergeordnete Debatte um die Apothekenfinanzierung wider. Nun liegt es an der Bundesregierung, auf die Forderungen der Länder zu reagieren.

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