Berliner Band Tulpe provoziert mit satirischem Wal-Hit auf Instagram
Raphaela HermighausenBerliner Band Tulpe provoziert mit satirischem Wal-Hit auf Instagram
Berliner Rockband Tulpe sorgt mit satirischem Wal-Song für Aufsehen
Die Berliner Rockband Tulpe hat mit einem satirischen Lied über den im Ostsee gestrandeten Buckelwal für Furore gesorgt. Der Titel Sprengt den Wal löst seit seiner Veröffentlichung auf Instagram sowohl Gelächter als auch Kritik aus.
Der Song setzt bewusst auf überzogene Provokation, mit Textzeilen wie Sprengt den Wal, macht ihn verschwinden, lasst Wal-Salami und -Schnitzel regnen. Selbst der ehemalige US-Präsident Donald Trump wird erwähnt: Warum fragt ihr nicht Donald Trump, ob er ihn nicht einfach in die Luft jagen kann? Frontmann Joachim Foerster gab zu, dass die erste Strophe eher beiläufig entstanden sei – doch als das Video 1,5 Millionen Aufrufe erreichte, arbeitete die Band an einem prägnanteren zweiten Vers.
Ein Ausschnitt des Songs auf Tulpes Instagram-Seite verzeichnet mittlerweile rund 4,6 Millionen Aufrufe. Die Reaktionen fallen extrem unterschiedlich aus: Manche Fans finden die Texte urkomisch, andere empfinden sie als geschmacklos. Die Band hat auch einige der Hassnachrichten geteilt, die sie erhalten hat – Foerster nimmt das gelassen als Teil des Jobs hin.
Tulpe verwies auf die Ironie, dass ein Tier, das für die uralte Geschichte der Erde steht, nun zum Gegenstand unzähliger KI-generierter Lieder und Internet-Witze geworden ist. Nicht zum ersten Mal wird der Wal auf diese Weise verulkt – bereits eine Parodie-Website namens Whale-O-Matic hatte Nutzern zuvor die Möglichkeit geboten, ihre Haltung zu Rettungsversuchen zu testen. Foerster ergänzte, dass die Band in ihrer Musik oft aktuelle Themen aufgreift, was regelmäßig heftige Reaktionen auslöst.
Mit den provokanten Texten hat Tulpe ihren Ruf als Grenzgänger der Musikszene weiter gefestigt. Während manche Zuhörer den Song als geschmacklos abtun, sehen andere darin beißende Satire. Die Band lässt sich von der Kritik unbeeindruckt – für sie gehört der Gegenwind einfach dazu.






