06 March 2026, 02:48

Bernhard Mundschenk – ein Leben für das Handwerk in Wiesbaden und Hessen

Ein detaillierter alter Stadtplan von Bies Bosch, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit Textbeschriftungen zeigt.

Bernhard Mundschenk – ein Leben für das Handwerk in Wiesbaden und Hessen

Die Handwerkskammer Wiesbaden hat den Tod ihres ehemaligen Hauptgeschäftsführer, Bernhard Mundschenk, im Alter von 65 Jahren bekannt gegeben. Mit jahrzehntelangem Einsatz für das Handwerk hinterlässt er in Hessen und darüber hinaus eine bleibende Spur. Seine Karriere im Handwerkssektor begann Mundschenk 1992, bevor er drei Jahre später zur Handwerkskammer Wiesbaden wechselte. Im Laufe der Zeit übernahm er dort zentrale Positionen – als Leiter einer Hauptabteilung, stellvertretender Hauptgeschäftsführer und schließlich als Hauptgeschäftsführer. Während seiner Amtszeit setzte er sich dafür ein, bürokratische Hürden für Gründer und kleine Betriebe abzubauen. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit lag auf der Verbesserung der Betriebsnachfolge, um die Kontinuität handwerklicher Unternehmen zu sichern. Als Geschäftsführer stärkte Mundschenk die Zusammenarbeit zwischen Handwerksbetrieben und Hochschulen. Er engagierte sich für eine verstärkte Berufsorientierung an Gymnasien und trat für die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung ein. Zudem vertrat er das Handwerk gemeinsam mit Kammerpräsidenten und organisierte den Hessischen Handwerkstag. 2025 ehrte ihn die Handwerkskammer Wiesbaden für seine Verdienste mit der Goldenen Ehrennadel. Seine Führung prägte politische Weichenstellungen, die Wachstum und Nachhaltigkeit des Handwerks in Hessen förderten. Mit Mundschenks Tod entsteht im Handwerk eine schmerzliche Lücke. Sein Wirken in den Bereichen Interessenvertretung, Bildung und Betriebsförderung hinterließ messbare Spuren in der regionalen Wirtschaftslandschaft. Die Kammer zeigte sich tief bestürzt über den Verlust einer geachteten und einflussreichen Persönlichkeit.

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