14 February 2026, 07:13

Betrüger kassiert 450.000 Euro Corona-Hilfe – und gibt sie für Hochzeit aus

Ein buntes Plakat mit einem blauen Hintergrund und weißer fettgedruckter Textmitte, betitelt "Wie man Studentenkreditschwindeleien vermeidet", mit einer kleinen Illustration eines Schülers mit einem Vergrößerungsglas in der oberen rechten Ecke und einer Liste von Schritten, um Schwindeleien zu vermeiden.

Betrüger kassiert 450.000 Euro Corona-Hilfe – und gibt sie für Hochzeit aus

Ein 34-jähriger Mann aus dem Raum Schweinfurt/Rhein-Main ist wegen Betrugs mit COVID-19-Hilfsgeldern in Höhe von 450.000 Euro zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Frankfurt am Main verurteilte ihn zu drei Jahren und sechs Monaten Gefängnis, nachdem sein System aus gefälschten Rechnungen und Bargeldabhebungen aufgedeckt worden war.

Der Angeklagte hatte einen KfW-Schnellkredit beantragt und behauptet, das Geld solle für betriebliche Investitionen und laufende Kosten verwendet werden. Stattdessen hob er den gesamten Betrag innerhalb weniger Wochen nach Erhalt in bar ab. Ermittler stellten später fest, dass er von vornherein keine Absicht hatte, die Mittel für rechtmäßige Zwecke einzusetzen.

Um den Betrug zu vertuschen, bediente er sich einer "Servicefirma", die Scheinrechnungen – sogenannte "Deckungsrechnungen" – erstellte. Diese verkaufte er anschließend an andere Unternehmen, um damit nicht gemeldete Arbeitskräfte zu bezahlen. Die Täuschung flog auf, nachdem die Zollfahndung seine Finanztransaktionen unter die Lupe genommen hatte.

Während des Prozesses räumte der Angeklagte ein, dass er den Kredit nie zurückzahlen wollte. Die Staatsanwaltschaft deckte zudem auf, dass er einen Teil des Geldes für eine aufwendige Hochzeit ausgegeben hatte, bevor er festgenommen wurde. Das Gericht ordnete die Einziehung der vollen 450.000 Euro an; 50.000 Euro waren bereits als Schadensersatz beschlagnahmt worden.

Der Fall ist ein Beispiel für aufgedeckten Missbrauch von Pandemie-Hilfsgeldern. Der Verurteilte muss seine Haftstrafe antreten, und der gesamte betrügerisch erwirtschaftete Betrag wurde eingezogen. Über weitere ähnliche Ermittlungen liegen keine öffentlichen Statistiken vor.