Betrüger nutzen "Schockanrufe": So täuschen sie ältere Menschen mit falschen Notlagen
Frieder LachmannBetrüger nutzen "Schockanrufe": So täuschen sie ältere Menschen mit falschen Notlagen
Die Polizei warnt vor einer zunehmenden Betrugsmasche, die sich gezielt gegen ältere Menschen in ganz Deutschland richtet. Bei den sogenannten "Schockanrufen" gaukeln Betrüger ihren Opfern vor, ein Angehöriger befinde sich in einer dringenden medizinischen oder rechtlichen Notlage, um sie zur Herausgabe von Geld zu bewegen. Allein im vergangenen Jahr registrierten die Behörden bundesweit rund 45.000 solche Fälle.
Typischerweise beginnt der Betrug mit einem Anruf, bei dem sich der Anrufer als Arzt oder Polizist ausgibt. Den Opfern wird erzählt, ein Familienmitglied habe Krebs oder sei verhaftet worden – sofortige Zahlungen für die Behandlung oder Kaution werden gefordert. Erst kürzlich gab in Weiterstadt-Gräfenhausen ein Opfer nach einem solchen Anruf einem Verdächtigen Geld.
Die Polizei beschreibt den Mann als schlank, etwa 1,60 bis 1,65 Meter groß. Zuletzt trug er eine Wollmütze, dunkle Sonnenbrille, einen Pullover und dunkelblaue Hosen. Zeugen im Bereich der Wingertstraße werden gebeten, sich unter der Nummer +49 6151 / 969 - 0 bei der Polizei zu melden, falls ihnen etwas Auffälliges aufgefallen ist.
Die Behörden betonen, dass es sich bei diesen Anrufen immer um Betrug handelt. Sie raten dazu, sofort aufzulegen und die Situation durch einen direkten Anruf beim Angehörigen zu überprüfen. Auf keinen Fall sollte aufgrund eines Telefonats Geld oder Wertgegenstände übergeben werden.
In den letzten Monaten hat die Zahl der Fälle stark zugenommen: Allein die Polizei Hannover verzeichnete zwischen März 2025 und März 2026 über 5.000 Vorfälle. Die Opfer werden aufgefordert, wachsam zu bleiben und verdächtige Anrufe umgehend der Polizei zu melden. Der sicherste Weg, um das Wohl eines Angehörigen zu überprüfen, bleibt der direkte Kontakt zu den Strafverfolgungsbehörden.






