Bistum Fulda passt Kirchengebäude an sinkende Bedürfnisse und Finanzlücken an
Laila BienBistum Fulda passt Kirchengebäude an sinkende Bedürfnisse und Finanzlücken an
Das Bistum Fulda hat eine langfristige Immobilienstrategie gestartet, um seine Kirchengebäude an moderne Bedürfnisse anzupassen. Der Plan ist eine Reaktion auf sinkende Gemeindezahlen, weniger ehrenamtliche Helfer und rückläufige Kirchensteuereinnahmen. Die vollständige Umsetzung wird bis März 2027 dauern, wobei jede Pfarrei im Prozess konsultiert wird.
Die Strategie unterteilt die Kirchengebäude in drei Fördergruppen. Die Hälfte wird weiterhin Diözese-Zuschüsse erhalten, während der Rest alternative Finanzierungsquellen finden muss. Die Pfarreien werden aufgefordert, mit lokalen Behörden, evangelischen Gemeinden oder anderen Partnern zusammenzuarbeiten, um die Gebäude weiter zu nutzen.
Der Prozess beginnt mit öffentlichen Versammlungen, die am 19. Februar in der Pfarrei St. Raphael in Gelnhausen starten. Jede Gemeinde erhält detaillierte Informationen zu den Änderungen. Falls kein tragfähiges Finanzierungsmodell gefunden wird, könnten einige Gebäude verkauft oder entweiht werden – die örtlichen Gemeinden sind in die Entscheidungen eingebunden.
1925 zählte das Bistum rund 220.000 Katholiken und 205 Kirchengebäude. Bis 2035 rechnet es mit etwa 235.000 Gläubigen, aber nur noch 203 Kirchen in den beiden Hauptförderkategorien. Ziel ist es, den Gebäudebestand an die tatsächlichen Bedürfnisse anzupassen, um eine sinnvolle Nutzung und finanzielle Tragfähigkeit zu gewährleisten.
Bis Anfang 2027 wird das Bistum alle Pfarreien besucht und die Strategie finalisiert haben. Die Zusammenarbeit mit externen Partnern und realistische Einschätzungen der künftigen Anforderungen werden das Ergebnis prägen. Gebäude ohne nachhaltige Perspektive könnten geschlossen oder umgenutzt werden.