Bundesbank verlässt ihr Frankfurter Wahrzeichen – zu teuer für die Sanierung

Raphaela Hermighausen
Raphaela Hermighausen
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Ein altes Bankgebäude mit einer blauen Plakette an der Seite, ein Fenster auf der rechten Seite und einen Baum auf der linken Seite.Raphaela Hermighausen

Gold next door - School to move into Federal Bank headquarters - Bundesbank verlässt ihr Frankfurter Wahrzeichen – zu teuer für die Sanierung

Die Bundesbank verlässt aus finanziellen Gründen ihren ikonischen brutalistischen Hauptsitz in Frankfurt. Die Instandhaltung des 50 Jahre alten Gebäudes ist zu kostspielig geworden, weshalb nun nach einem neuen Standort gesucht wird. Unterdessen soll die Europäische Schule Teile des freigewordenen Komplexes übernehmen.

Ursprünglich hatte die Bundesbank ein ambitioniertes Campus-Projekt geplant, das 2014 mit geschätzten Kosten von 4,6 Milliarden Euro gestartet wurde. Dazu gehörten Neubauten wie eine Kindertagesstätte, Sporteinrichtungen und ein Speisepavillon. Doch die Bank hat ihre Pläne nun deutlich zurückgeschraubt: Statt 5.000 Arbeitsplätzen sind nur noch rund 3.300 vorgesehen.

Die Entscheidung, das Gebäude aufzugeben, wurde von EZB-Präsidentin Christine Lagarde begrüßt, die von einem "bahnbrechenden Moment" sprach. Die Bundesbank muss nun innerhalb von 18 Monaten einen neuen Standort in Frankfurt finden, da der Mietvertrag für ihre vorübergehenden Büros in der Innenstadt ausläuft.

Im denkmalgeschützten Altbau lagern derzeit noch über die Hälfte der deutschen Goldreserven – rund 1.710 Tonnen. Dennoch wird der neue Campus der Europäischen Schule räumlich von den Tresorräumen getrennt sein. Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef unterstützt den Umzug und nennt ihn eine "hervorragende Lösung" für die Stadt. Scherzhaft fügte er hinzu, die Schule werde zwar kein Gold erwerben, "aber das können wir uns ohnehin nicht leisten".

Frankfurt ist rechtlich berechtigt, Teile des Geländes zu erwerben. Eine offizielle Wertermittlung steht noch aus, um den Preis für Grundstücke und Gebäude festzulegen. Da das Areal für öffentliche Nutzungen wie Bildungseinrichtungen ausgewiesen ist, ist der Umzug der Schule problemlos möglich.

Mit dem Auszug der Bundesbank endet eine Ära für das brutalistische Wahrzeichen. Die Europäische Schule zieht ein, während die Bank nach einer kostengünstigeren Alternative sucht. Eine offizielle Bewertung wird bald die Rahmenbedingungen für den Erwerb des Geländes durch die Stadt Frankfurt klären.

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